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SARALEE - Darkness Between

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Artist SARALEE
Title Darkness Between
Homepage SARALEE
Label FIREBOX RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Spätestens seit LORDI und dem Eurovision Song Contest 2006 kennt man in Europa finnische Musik. Neben den etwas abstrusen Hardrockern mit den Monstermasken und Zombiekostümen gibt es aber noch eine Menge andere Bands im Hohen Norden. Mindestens so bekannt wie LORDI sind die Gothic-Rocker HIM, die mit den Jungs von SARALEE echte Konkurrenz bekommen haben. SARALEE, das sind sechs Herren, von denen sich bereits im Jahre 2000 Sänger Joonas, Basser Saurus und Drumer Clansman irgendwo mitten in Finnland zusammengetan haben, um Musik zu machen. Zu diesem Zeitpunkt griff Joonas noch in die Saiten, was später Kimberly und Juha übernehmen sollten, außerdem gesellte sich noch Arzka an den Keys zu der munteren Truppe, die sich aufmachte, in unzähligen Live-Gigs ihren finnischen Landsleuten das Rocken zu lehren, sofern diese das nicht eh schon konnten. Irgendwann wurde auch mal eine Plattenfirma aufmerksam, und so kommt nach der Single „Dance“ aus dem vergangenen Jahr nun das Debütalbum „Darkness Between“ in die Plattenläden.

Musikalisch sieht sich das Sextett irgendwo zwischen Rock und Metal. Nach den ersten Tönen des Openers „Everytime“ kann ich das schon mal unterschreiben. Wobei der Ausschlag etwas stärker Richtung Rock zeigt. In jedem Fall sehr melodiöser, energiegeladener Rock, der in die Beine geht und dessen Gothic-Einflüsse unüberhörbar sind. Das zeigt sich auch bei „Loneliness O.D.“, ein Song, bei dem die Goth-Gitarren den Ton angeben. „Black & Hollow“ wird ein bisschen metallischer, aufgefangen wird das Ganze von der eher sanften Stimme Joonas’, die aus dem Stück die Härte rausnimmt. Ruhigere Klänge erwarten mich bei „Falling Star“, dennoch bleiben die Gitarren gewohnt dominant. Die Vorab-Single „Dance“ rockt ordentlich, und beim Titelsong „Darkness Between“ hat das Keyboard seinen großen Auftritt. Zusammen mit den Saiteninstrumenten und Drums wird ein echter Gänsehaut-Garant daraus. Auch auf „Destination Unknown“ spielen die Keys sich in den Vordergrund, werden aber nicht aufdringlich. Mit „Prophecy“ übernehmen die Gitarren wieder das Geschehen und munter geht es weiter. „Cries A River“ gereicht jedem Headbanger mit Herz zur Freude, eine sehr schöne Power-Ballade. „My Sweet Craving“ gewinnt wieder an Fahrt und „Like Dreamers“ beendet der Ausflug in die finnischen Weiten. Ungewohnt tief die Vocals, der Background-Gesang verstärkt den melancholisch-aggressiven Eindruck noch. In der Kombination mit den Sounds das sowohl düsterste als auch auf seine Art härteste Stück, das aber ganz ohne schnelle Gitarrenriffs auskommt.

Auch wenn das Cover etwas Ähnliches vermuten lassen könnte: SARALEE sind kein Aufguss der x-ten Herz-Schmerz-Goth-Rock-Kapelle aus Skandinavien. Stattdessen servieren sie mit großer Spielfreude unverbrauchten Gothic Rock mit dem gewissen romantischen Touch. Wo HIM manches Mal zu wenig Schmackes haben, zeigt dieser Sechser wie es gemacht wird.

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