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SAREA - This is not Goodbye

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Artist SAREA
Title This is not Goodbye
Homepage SAREA
Label DOOLITTLE GROUP
Leserbewertung
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10.0/10 (5 Bewertungen)

Ein guter Horrorfilm besteht nicht nur aus Schreien und Blut, sondern auch aus einer Geschichte, die ans Herz geht. Nur so wird die Psyche an ihre Grenzen getrieben. Ähnlich verhält es sich mit der Band SAREA aus Schweden. Schon die Artworks ihrer Alben bieten Horrorfilm-Stil, die Musik ist wie das, was ich eben versucht habe zu erklären: Dunkel, wild und brutal und gleichzeitig eindringlich gefühlvoll.

Melodic Metal heißt das Genre, zu dem Melodic gesellen sich bei SAREA aber große Anteile halsbrecherischer Beats, Grunts, Screams und viel schwarz & weiß Optik, Aggression – kurz alles, was mächtig an die Nerven geht. Ihr letztes Release „Alive“ aus dem Jahr 2010 wurde vorrangig durch die Single „Another Me“ bekannt. Ein anderer Song daraus hieß „Borderline“ und dürfte schon mit seinem Titel erneut die Richtung weisen, in die sich die Schweden stilistisch bewegen. Das aktuelle Werk trägt den Namen „This is not Goodbye“ und die Vorderseite der CD ziert ein ganz und gar nicht mehr lebendiger Vogel, gefesselt und mit Holzstäben erstochen, während aus der Mitte seiner Brust schwaches Licht herauskommt, wie eine Seele, die sich öffnet.

Viel verändert hat sich die Musik nicht im Vergleich zum Vorgänger. Frontsänger Chris Forsberg schwingt seine extralangen Haare wie eh und je, die fünfköpfige Band hinter ihm, inklusive zweier Gitarristen plus Keyboarder, macht schön Lärm und die Fangemeinde wächst. Die Songs auf „This is not Goodbye“ heißen „Shattered“, „Downfall“ oder „Burn“. Kurz, prägnant, negativ. Der Opener „Conform With Me“ hat ein Sci-Fi-Actionfilm-Intro mit Helikopter und Funksprecher. Anders als andere Bands machen SAREA daraus keinen eigenen Track, der Übergang ist viel nahtloser und auch recht schnell. Zu „Downfall“ hat man auch ein Musikvideo gezaubert, erneut spielen schwarz & weiß-Effekte eine wichtige Rolle. Überhaupt kommen die SAREA-Songs mit Videomaterial besser zur Geltung als rein akustisch. Aussagen werden deutlicher, Stimmungen erzielen besser ihre Wirkung.

Die Gesamtbewertung ist schwierig zu treffen. Auf der einen Seite kommen mir SAREA von der Öffentlichkeit noch unterschätzt vor, so als müssten sie eigentlich in viel höheren Sphären spielen. Andererseits fehlt der Band noch das Gewisse Etwas, DIE innovative Idee, die sich von der vielen Musik, die es gibt, abhebt. Verdammt gute Musik, leider aber auch austauschbar.

1 Kommentar

  1. Wilma sagt:

    Band ist jetzt 6 köpfig 😉

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