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SARGEIST - Satanic Black Devotion

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Artist SARGEIST
Title Satanic Black Devotion
Homepage SARGEIST
Label Moribund Records
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Meine aufgrund verschiedener, nun nicht mehr erwähnenswerter Umstände geweckte Befürchtung, dass es sich bei diesen Finnen mal wieder um belanglosen U21-Black Metal handeln würde, erwies sich glücklicherweise als unbegründet. Zwar sind SARGEIST selbst (erst) seit 1999 aktiv, wurde aber von Mitgliedern anderer gestandener Underground-Fraktionen, insbesondere vom Horna-Gründungsmember Shatraug formiert. Mit weiteren von Pest und Behexen rekrutierten Gleichgesinnten wurden die gemeinsamen musikalischen Visionen bisher auf ein Demo, die „Tyranny returns“ Tape-LP sowie zuletzt eine Split-EP mit Merrimack gebrannt.

Die nun vorgelegten acht neuen Stücke (plus Preludium) tragen das Prädikat „Grim Nihlistic Black Metal“ und bewegen sich wie danach zu vermuten ist im Dunstkreis des stark traditionellen Black Metals, ohne Keyboard oder ähnlichen Ballast, eben Black Metal wie der Gehörnte ihn schuf. Trotz der transportierten Kälte und Aggression verstehen es SARGEIST aber gut, in ihren recht monotonen und teils leicht depressiv anklingenden Riffs auch einen melodischen Aspekt zu verkörpern, jedoch unterschwellig, ohne zu ihrer rohen Ausrichtung im Widerspruch zu stehen.
Die Tracks können des öfteren Tempovariationen vorweisen, wobei die Grundtendenz nicht übermäßig schnell ist. Das liegt zum Teil aber auch daran, dass vom gepflegt bollernden Schlagzeug vielfach nur Bass-Drum und Becken zum Einsatz kommen und die Snare lediglich partiell unterstützt. So kann als durchweg flott nur „Panzergod“ genannt werden.

Neben dem Titelsong gefällt insbesondere die zweite Hälfte der Scheibe mit „Black fucking murder“, welches ebenso als „Black fucking Metal“ seinem Namen alle Ehre machen würde, oder dem an einigen Stellen Emperor zu „Wrath of the tyrant“-Zeiten oder noch früheren Aufnahmen ähnlich wirkenden „Glorification“. Mein persönliches Highlight ist allerdings die Bandhymne „Sargeist“, in dem gelegentlich eingebrachte zusätzliche folkige Elemente im Riffing am besten deutlich werden.
Produktionstechnisch hat man von grottigem Sound abgesehen, verhält sich aber im Rahmen dessen, was man von Musik dieser Art klanglich erwartet. Dennoch lassen sich alle Instrumente, also auch der Bass mit einigen interessanten Spuren, klar heraushören. Nur die schon fast kreischenden Vocals erscheinen mir manchmal etwas zu sehr hochgepitcht und mit zu viel Hall unterlegt.

SARGEIST haben also sicher nicht nur mal eben als Nebenprojekt zu den genannten Stammbands überschüssiges Material, sondern stattdessen ein authentisches Album der oberen Mittelklasse abgeliefert, mit dem sie indes den mehr oder weniger identischen Hörerkreis ansprechen.

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