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SARPANITUM - Despoilment of origin

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Artist SARPANITUM
Title Despoilment of origin
Homepage SARPANITUM
Label GALACTIC RECORDS
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Der Kerrang hat die Jungs von SARPANITUM als „The new kings of the british metal underground“ betitelt und die Bandinfo strotzt vor Superlativen. Dagegen glänzt das Booklet mit Minimalismus und ein Auftritt auf dem holländischen Neurotic Death Fest ist nun auch nicht die beschriebene Sensation.

Man durfte also gespannt die Lautsprecher aufdrehen, und was einem da entgegen schallte, war dann doch im positiven Sinne überraschend. Die junge Band legt mit „Seducing the phallus throne“ gleich in ICE-Geschwindigkeit los und kann sowohl mit gefälligen Soli als auch mit ultra-brutalem Gesang Überzeugungsarbeit leisten. Die melodischen Einsprengsel bilden aber nur eine kurze Erholungsphase, bis der Hochgeschwindigkeitszug wieder Fahrt aufnimmt. Das etwas vertracktere „Halls of Decadence“ mit seinen dezenten Keyboardeinsätzen braucht zwar einen Durchlauf mehr, aber zeugt von der Eigenständigkeit der Band. Obwohl einem desöfteren Bands wie CANNIBAL CORPSE oder VADER in den Sinn kommen, können sich die Briten durch die gelegentlichen Keyboarduntermalungen und interessante Bass- bzw. Drumbreaks eine eigene Identität wahren. „Ascending the divine“ kann das Niveau nicht ganz halten und auch die ersten Minuten von „Provocation of an eternal odium“ läuten eher einen durchschnittlicheren Song an, bevor Keyboards und angeschwärzte Gitarren wieder ein Ausrufezeichen setzen.

Das auf der Akustikgitarre vorgetragene Instrumental „Dusk over Assyria“ bietet einen gut platzierten Ruhepol, um mit „Cur defilement“ wieder altbewährte Pfade zu betreten. Doch nach jener akustischen Ruhepause bietet das Album auch keine herausragenden Stücke mehr, so dass SARPANITUM insgesamt zwar kein Meisterwerk, aber dennoch ein bärenstarkes Debüt bei Galactic Records gelungen ist, welches international für Aufsehen sorgen könnte.

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