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SATAN’S HOST - Burning The Born Again (A New Philosophy)

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Artist SATAN’S HOST
Title Burning The Born Again (A New Philosophy)
Homepage SATAN’S HOST
Label MORIBUND RECORDS
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Überkult!!! Der real echte Wahrmetaller flippt bei dem Namen SATAN’S HOST im Pentagram, veröffentlichten die Amis doch 1986 eine der heutzutage rarsten Metal-Scheiben überhaupt: „Metal from Hell“! Wenn die heute mal überhaupt irgendwo im Original auftaucht, kann man sie kaum bezahlen! Damals agierte man noch mit einem gewissen Harry Conklin (später JAG PANZER) am Mikro. Mit ihm nahm man 1987 noch die Scheibe „Midnight Wind“ auf, welche aber nie offiziell herauskam. Musikalisch hatte man sich einer bösen Form des Power Metals verschrieben, welche seinerzeit völlig einzigartig war. So erreichte man schon damals schweren Kultstatus in der Szene, bis 1989 Schlagzeuger D.Lucifer Steele ermordet wurde, was das Ende der Band bedeutete. In den folgenden langen Jahren nahm Bandgründer und Gitarrist Patrick Evil mit neuen Mitgliedern Material auf, welches aber zum eigenen Schutz unter NIGHTSIDE OF EDEN verschickt wurde. Auf Grund der satanischen Ausrichtung der Band gab es wohl auch noch Jahre nach dem Mord am Schlagzeuger massive Drohungen gegen die Band und deren Familien. Im Jahre 2000 brachte man aber mit „Archhidoxes of Evil“ unter dem alten Bandnamen endlich eine neue Scheibe heraus. 2004 folgte dann das vorliegende Album, ebenfalls in Eigenregie. Moribund wollten dieses mächtig böse Werk aber der breiten Öffentlichkeit nicht vorenthalten und bringt es noch mal neu heraus. Es folgten im Jahre 2005 die bereits 1999 aufgenommene Mini „In Articulo Mortis“ und im letzten Jahr „Satanic Grimoire: A Greater Black Magic“, welche beide ebenfalls von Moribund noch mal aufgelegt werden in diesem Jahr!

Musikalisch ist man bei ultrapechschwarzem tiefstböse satanischem Thrash Metal stehen geblieben. Gut so, besetzt man damit doch eine ganz eigene Nische. Vergleichbar mit ACHERON im Death Metal-Sektor. Da klappern den getünchten Vogelscheuchen in Norwegen aber mächtig die Gebeine, DAS hier ist wirklich EVIL! Die blasphemischen Vocals von Fronter L.C.F.Eli Elixier suchen Ihresgleichen und ein obermächtiges Bösemonster wie „A Darkmoon Gathering“ lässt selbst alte CELTIC FROST erzittern! Patrick Evil lässt die Axt rotieren und kreischen, das einem die umgedrehten Kreuze aus der Ohren rieseln und Schlagwerker Pete3Wicked zimmert alles andere zu. Schon das mordsmäßig finstere Intro „Sulfuric Stardust“ beschwört den Geist der ganz alten POSSESSED hervor! Deren Verehrer finden hier neues Futter für die unheilige Seele! „Ecliptic Equinox“ ist einfach nur MÄCHTIG. Da fühlt man doch tatsächlich wieder den Spirit der glorreichen Metalgründertage Anfang bis Mitte der 80er, als es noch nicht auf schniekes Aussehen, tollen Sound und feine Promo ging. Einfach böse Krach machen und möglichst anders aussehen/ sein wie alle anderen. Und genau das fabrizieren SATAN´S HOST auch heute noch (wieder). „H.E.L.L.“ klingt genau wie dort entsprungen und dermaßen finstere okkultige Zwischenspiele wie „A New Philosophy“ hab ich seit der ersten ACHERON nicht mehr gehört. Herrliche Untermalung für eine schwarze Messe… Der Titeltrack knüppelt sich dann böse-rüpelig nachhaltig ins schwarze Hirn, während „The Unholy Sabbath“ eben jenen ein wenig huldigt. Vollkommende Grabeskälte stellt sich bei dem Glockenintro von „Inverted Jesus“ein, welches erst nach anderthalbminütigem Intro loslegt, in wüstes Highspeedgeknüppel wechselt und dann mit einem grandiosen Mörder-Riff aufwartet… ganz große Satans-Kirche! Da kommen einem die achteinhalb Minuten glatt wie 66 Sekunden vor. Das kleine Instrumental „Crypt“ beschwört eine ebensolche Atmosphäre herauf, bevor das dahinwalzende „Satan’s Host“ sämtliche Christen-Kirchen zu Staub zerbröselt. Die Gesänge in „Inside the Castle of Euphoric Blasphemy“ lassen alte SAMAEL wie Chorknaben erscheinen und das Gesprochene, ja beschwörende „Luciferian Law Evoked“ kommt vom Leibhaftigen persönlich.

Böser, Abgrundtiefer geht’s nimmer. Wer in den 80ern mit der Metalbewegung groß geworden ist, der muss dieser Scheibe heutzutage einen schwarzen Altar bauen in der heimischen Folterkammer!

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