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SATAN’S HOST - Satanic Grimoire: A Greater Black Magick (Re-Release)

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Artist SATAN’S HOST
Title Satanic Grimoire: A Greater Black Magick (Re-Release)
Homepage SATAN’S HOST
Label MORIBUND RECORDS
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Sorry, aber bei einer Band mit solch einem Namen muss ich erst mal ungläubig den Kopf schütteln. Kein Frage, ich bin mit dem nordischen Black Metal der frühen 90er aufgewachsen und darunter waren so einige Exemplare, die sich damals mit ihrem Auftreten mehr als nur zum Horst gemacht haben. Doch eine Band namens SATAN’S HOST, welche ihr Album mit den Spoken Words: “We dedicate this Hour, and this Power, unto all Metal Warriors: The true black Hearts“ beginnen, hat bei mir sogleich eine Verbindung mit MANOWAR… Aber gut, musikalisch dürften die Amis schon was draufhaben, sonst würden Moribund dieses 2004er Independent-Werk nicht noch mal mit Bonus-Tracks nach vorne pushen.

Und da hat das Label auch vollends Recht, denn „Satanic Grimoire…“ ist durchaus ein ordentlicher Knaller geworden. Alleine schon die startenden „Necromantic Art“, „666… to mega Therion“ oder auch das packende „Black Magick“ präsentieren einen krachenden Mix aus brachialen Thrash/ Black Metal-Attacken, walzenden Death Metal-Ausflügen und epischen Einschüben voller Düsternis. So kombinieren die USA-Bösewichter imposant die kalt-blastende Aggressivität des europäischen Nordens mit technischen Death Metal-Einschüben aus der Heimat und verpassen dem ganzen einen atmosphärisch-epischen Groove, wie es unsere holländischen Nachbarn nicht besser hinbekämen! Bei dem im Midtempo gehaltenen „Chameleon of Witchery“ lässt Gitarrist Patrick Evil seine spielerischen Fähigkeiten etwas mehr durch komplexere Riff-Kombinationen durchscheinen und die überarbeitete Version von „Metal from Hell“ (vom 1986er Debüt) passt sich in seinem aggressiveren Outfit wunderbar ins Album ein. Als Bonus-Tracks hat man einmal das böse bretternde „418“ ausgepackt, bei dem CEPHALIC CARNAGE-Grunzer Lenzig hörbar röhrend ein Gastspiel gibt. Zum Schluss taucht dann noch „Infernal Calling“ aus dem nichts aus. Dieser epischere Track verleiht dem sonst sehr hart ausgefallenen Album ein gelungenen Abschluss und auch hier lässt es sich Lenzig nicht nehmen und growlt dem eh im ganzen sehr druckvoll shoutenden L.C.F. Elixir noch mal ordentlich dazwischen!

So sollte man sich von dem oberflächlichen „MANOWAR des Black Metal“-Klischee SATAN’S HOSTs nicht abschrecken lassen, denn hinter diesem Image versteckt sich ein packendes Thrash/ Black-Album, das einem mächtig die Gehörgänge mit vielseitigen und packenden Songs durchpustet!

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