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SAVAGE CIRCUS - Dreamland Manor

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Artist SAVAGE CIRCUS
Title Dreamland Manor
Homepage SAVAGE CIRCUS
Label DOCKYARD 1
Leserbewertung
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6.7/10 (3 Bewertungen)

Gleich die brettharte Speedgranate „Evil Eyes“ zu Beginn des ersten Albums von ex-BLIND GUARDIAN Schlagwerker Thomen macht NICHT klar, weshalb dieser denn nun eigentlich ausgestiegen ist. Bietet dieser Oberhit doch alle Trademarks, die BG seinerzeit so berühmt und beliebt gemacht haben. Irrer Speed und ein Doublebassgewitter sondergleichen, große Chorusse, perfekte Instrumentierung und Melodieführung… zudem singt auch noch Meister Kürsch diese Scheibe ein, als wäre er in einen Jungbrunnen gefallen. Meister Kürsch? Ja halt, der singt doch gar nicht! Der Vokalakrobat heißt Jens Karlsson und stammt ebenso wie Gitarrist Emil Norberg von den schwedischen GUARDIAN-Klones PERSUADER! Tausendsassa Piet Sielck schlug die beiden vor, als es darum ging, das Line-Up zu vervollständigen. Die 4 haben somit die stärkste BLIND GUARDIAN-Scheibe seit Ewigkeiten fabriziert! Ohne jetzt mal die letzten Gardinenwerke als schwach hinzustellen, aber bei manchen Sachen verzettelte man sich in Bombast und Überarrangierung.

SAVAGE CIRCUS gehen dagegen straight zur Sache, hört sich Original wie ein Output aus der mittleren Phase der Krefelder an! Da fallen auch etwas langsamere Tracks, wie das großartige „Tomorrowland“ (Riesenchorus!) oder das ruhigere „Waltz of the Demon“ nicht im geringsten ab. Jens singt wie Hansi in seiner aggressiveren Phase Anfang der 90er. Nur besser! Schon nach etwa der Hälfte der Platte fragt man sich, was zur Hölle BLIND GUARDIAN auf ihrem nächsten Teil raushauen wollen, um dagegen anzustinken?! Es wird ein verdammtes Meisterwerk der „Tales from the Twilight World“-Kategorie sein MÜSSEN. Ansonsten wird man sich im Gardinen-Lager schwer komische Kommentare einfangen. Ein Speed-Übertrack der Marke „It-The Gathering“ hätte auch perfekt auf eben jenes „Tales“-Unikum gepasst. Plagiatismus? Wer bitte schön darf denn sonst diesen einzigartigen Sound fabrizieren, wenn nicht die Erfinder des Ganzen! Und niemand schreibt in diesem Bereich geilere Hits, wie Stauch/ Sielck ein ums andere Mal beweisen. Zudem haben wir es hier ja nicht mit „Tales Part 2“ zu tun, der Faden von vor 15 Jahren wird einfach nur perfekt weitergesponnen. Bei dem balladesken „Beyond Reality“ blitzt ein weiteres Mal das kompositorische Genie der beteiligten Musiker auf. Live-Hit und gaaaanz großes Kino! Abgesehen davon erinnert einiges an mighty QUEEN, was ja bei BG auch „manchmal“ der Fall ist. Die zweite Hälfte gibt gleich weiter Vollgas in Form des speedig-melodisch stampfenden „When Hell Awakes“. Thomen zeigt an den Stöcken, dass er schlicht und einfach der Leader in seinem Bereich ist, und bei dem Chorus freu ich mich schon auf das hundertfache Echo der Mitgröler in den Konzertsälen dieser Republik. Passend zum Titel sehr düsterer Gesang. Kann man nicht besser machen! Das vertrackt beginnende „Ghost Story“ stampft dann schön vor sich hin und wartet mit geilen Gesangsarrangements auf, die ihresgleichen suchen. Mit dem Rausschmeißer „Born Again by the Night“ feuert man noch mal aus allen Rohren und zaubert ein melodisches Speed-Gewitter aus dem Handgelenk, das allen Nachahmern rauchende Köpfe beschert und sie verzweifeln lassen wird!

In unserem nicht vorhandenen Punktesystem gibt’s für dieses Meisterwerk die volle Punktzahl! Ein Meilenstein der Musikkunst, gehört in jede Metallersammlung! BLIND GUARDIAN, übernehmen Sie…

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