| Artist | SAVATAGE |
| Title | The Wake Of Magellan (Re-Release) |
| Homepage | SAVATAGE |
| Label | EAR MUSIC/ EDEL |
| Leserbewertung |
Wie ich es bereits in meiner Kritik zu „Edge Of Thorns“ erwähnt hatte: Ich bin kein SAVATAGE-Experte (bis auf die Spät-80er-Werke hat die Legende bei mir den Status einer musikalischen Black Box), aber dennoch glücklich im Zuge der Re-Release-Aktion von Edel sukzessive den fraglos großartigen pompösen Heavy Metal dieser Band näher kennen und genießen zu lernen.
„The Wake Of Magellan“, das mit „Poets And Madman“ (welches nebenbei erwähnt das Cover meines ersten erworbenen EMP-Magazins zierte) letzte Werk der Kalifornier, besitzt genau wie auch schon das ebenfalls rereleaste „Edge Of Thorns“ jene so unverkennbaren und hochwertigen Trademarks einer Band, deren Musik einfach zum Besten gehört, was der gesamte Heavy Metal jemals zu bieten hatte und zu bieten hat. Und daran ändert verblüffenderweise auch der tragische Tod Criss Olivas nichts, der auf vorliegendem Werk (wie auch schon auf „Dead Winter Dead“) bereits eine würdige Vertretung in Gestalt von Chris Caffery gefunden hatte. Und trotz des noch orchestraleren, majestätischeren, ja kaiserlich-übersteigerteren Anstriches von „The Wake Of Magellan“ (ganz besonders zu hören auf „Underture“ oder dem Titeltrack) im Vergleich zu „Edge Of Thorns“, verpasste besagtes Album nur knapp den Einstieg in die deutsche Top Ten, was wohl auch wieder als ein Indiz für die außerordentliche Vorliebe für traditionellen Metal in der Bundesrepublik ausgelegt werden kann – aber eben und gerade auch für die beträchtliche und enorme Unvergleichlichkeit von SAVATAGE.
Denn auch auf „TWOM“ ist ein Song nach dem anderen ein wahrer Volltreffer, jeder Part sitzt und jedes Soli verzückt. Songwriterische Schwächen sucht man vergebens. Ausgewogenheit und Ausgesuchtheit bestimmen das Albumgeschehen. Hört man genauer hin, so wird man erkennen, woher viele Truppen, die unter dem Schild „Symphonic Metal“ firmieren, ihre Inspiration wirklich gewonnen haben. Wenn dieses Album kein Grundstein eben dieses Subgenres sein sollte, dann weiß ich auch nicht. Es atmet auf alle Fälle Klasse und Erhabenheit – ganz ohne pathetischen Kitsch. Ja, QUEEN-Fans, die bisher nur wenig mit Heavy Metal und Co. am Hut hatten, sollten hier unbedingt reinhören. Und Neueinsteiger, wie Rocker der fortgeschrittenen Generation, die (wie ich), es bisher aus welchen Gründen auch immer es versäumt haben, dem Zauber von SAVATAGE zu erliegen, müssen hier zugreifen! Der günstige Preis und der ansprechende Booklet-Rücken (der, sollte man sich tatsächlich alle Platten zulegen, den Schriftzug der Band ergibt), tun ihr Übriges, um gewichtige Kaufgründe zu liefern.

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