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SAY YES DOG - Plastic Love

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Artist SAY YES DOG
Title Plastic Love
Homepage SAY YES DOG
Label DISKODOGS RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Angefangen hat alles im Jahr 2012. Aaron Ahrends (Gesang) und Paul Rundel (Bass), die sich schon aus der Schulzeit kannten, kamen nach Den Haag, um am Königlichen Konservatorium Tontechnik zu studieren. Dort lernten sie den Schlagzeug-Studenten Pascal Karier kennen und SAY YES DOG war geboren. Weil sie unbedingt zum ausverkauften Fusion-Festival wollten, nahmen sie kurzerhand ein Video zu ihrem ersten Song „Get It“ auf und ergatterten tatsächlich eine Einladung und das erste (von inzwischen mehr als 100) SAY-YES-DOG-Konzert konnte stattfinden. Zwischenzeitlich ist 2013 die EP „A Friend“ erschienen, deren Titeltrack sich mit fast einer Million Klicks zu einem kleinen Hit entwickeln konnte und natürlich auch auf dem Debüt nicht fehlen durfte.

Jetzt ist nämlich die Zeit für die erste Full Length des Trios gekommen, die auf den Namen „Plastic Love“ hört und allerlei elektronische Klänge offeriert. Etwa die entspannten Tonfolgen des Openers „Talk“ oder die flirrenden Melodien von „Hold Me“, die im ersten Moment ein wenig an den ehrwürdigen „Smalltown Boy“ aus der BRONSKI-BEAT-Schmiede erinnern. Bis auf die Anfangsakkorde hat diese Nummer aber nichts mit dem Überhit aus den Eighties gemeinsam. Bei SYD wird eindeutig mehr experimentiert – obwohl, seine Stimme in ungeahnte Falsett-Höhen schrauben kann Aaron auch. Weiter geht’s mit „How“ auf den Dancefloor, der dank „Plastik“ mit leicht unterkühltem Understatement befeuert wird. Puckernde Elektronik charakterisiert derweil das entschleunigte „You Want My Love“, während „Stronger“ mit viel Rhythmus erneut ins Bein geht und „Remember“ lediglich als kleines Störfeuer dient, ehe mit dem eingängigen „Open Wide“ abermals die Synthies die Gehörgänge mit Beschlag belegen. Die NDW-Zeiten lassen solange mit „Girlfriend“ grüßen, bevor „Before I Go“ und „Focus“ auf der Zielgeraden vergleichsweise verquere Wege einschlagen.

Viele Leute halten elektronische Musik für unecht – Plastik eben. Darauf spielt auch der Albumtitel an und deshalb wird die SAY-YES-DOG-Musik nicht einfach am Computer kreiert, sondern an echten Synthesizern und mit live eingespielten Drums anstelle von Samples. Eine gewisse Vorliebe der drei Herrschaften für eingängigen Elektro-Pop ist dabei eindeutig zu hören. Gleichzeitig gibt es im SYD-Sound aber auch eine melancholische Note und Bands wie METRONOMY und HOT CHIP gehen durchaus als Referenzen durch.

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