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SCAMS - Add and Subtract

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Artist SCAMS
Title Add and Subtract
Homepage SCAMS
Label DEVILDUCK RECORDS
Leserbewertung
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5.3/10 (3 Bewertungen)

“Add and subtract” ist bereits das zweite Album der aufstrebenden SCAMS aus Leeds, UK, die als einer der hoffnungsvollsten britischen Newcomer gehandelt werden, obwohl – oder gerade weil – sie sich nicht den allgemein beliebten Londoner Trends anbiedern.

Ich gebe zu, dass ich persönlich kein großer Anhänger des ach so angesagten britischen Indie-Sounds bin. Deswegen begegnete ich auch dem hier besprochenen Dreher mit einer Portion argwöhnischen Respekts. Und angesichts der trockenen, mit dem üblichen Vintage-Touch angereicherten, allerdings durchaus transparenten Produktion und der ersten paar Minuten der Scheibe sah ich mich in meinen Befürchtungen denn auch zunächst bestätigt. Doch auf wundersame Weise schaffen es die SCAMS, dass sich meine anfänglichen Bedenken spätestens bis zum dritten Song weitestgehend zerstreut haben. Im Verlauf der insgesamt eher unspektakulären Tracks „Be A Gentleman“ und „Colouring“ blitzt nämlich bereits einige Male diese gewisse Eigenständigkeit der vier Nordengländer auf. Dieses Aufblitzen steigert sich anschließend von Minute zu Minute und man erkennt nach und nach, dass die SCAMS mehr drauf haben, als bloße, Schulter zuckende Gefälligkeit zu verbreiten. So erinnert zum Beispiel nicht nur, aber vor allem „Pyramids“ von seiner Intonation her an einen gewissen STING zu seligen THE POLICE-Zeiten. „Lucky Day“ versprüht einen angenehmen Reggae-Vibe, ohne dabei komplett auf Jamaika-Attitüde zu setzen und allgemein kann das Album mit interessanten Arrangements und vielen gelungenen Melodien aufwarten, wie zum Beispiel in dem tollen „Compliments“. Auch sind gerade ausreichend Ecken und Kanten eingestreut („There’s No Shame In Revenge“). All das bewahrt „Add And Subtract“ davor, allzu monoton oder womöglich gar eintönig zu wirken.

Insgesamt erfinden die SCAMS das Rad der britischen (Indie-)Rockmusik sicher keineswegs neu, haben es mit ihrem neuen Werk aber dennoch geschafft, einen großen Schritt nach vorne zu machen und ein durchaus kurzweiliges (leider mit knapp 34 Minuten auch Spielzeit-technisch) Album auf den Markt zu werfen, das eine eigene Note versprüht und sie damit aus dem Sumpf der unzähligen „The-Bands“ heraus schauen lässt. Nicht wirklich spektakulär, aber mit Sicherheit schon mehr als OK.

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