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SCHILLER - Opus

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Artist SCHILLER
Title Opus
Homepage SCHILLER
Label WE LOVE MUSIC
Leserbewertung
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2.8/10 (4 Bewertungen)

SCHILLER ist bekanntermaßen das Global-Pop- und Ambient-Projekt des Herrn Christopher von Deylen. Bei der Gründung in Hamburg war 1998 auch noch Mirko von Schlieffen mit von der Partie, doch bereits seit zehn Jahren ist von Deylen alleiniger Chef über die diversen Knöpfe und Tasten, mit deren Hilfe die sanfte, melodiebetonte elektronische Musik entsteht, der zwischenzeitlich der Club-Sound der Anfangstage gewichen ist. Neuerdings widmet sich der Musiker, Produzent und Komponist auch klassischen Sounds, die es auf dem achten Album „Opus“ zu hören gibt.

Um den Mix aus elektronischen Klängen und Klassik auch in der gebotenen Form hinzubekommen, holte sich der bald 43-jährige Wahlberliner mit Wurzeln in der Lüneburger Heide wie üblich prominente Hilfe ins Studio. So wirkt die renommierte Pianistin Hélène Grimaud beim verträumten „Gymnopédie No.1“ (im Original von Erik Saties) ebenso mit wie bei der „Rhapsodie On A The of Paganini“, die eng am Original von Sergei Rachmaninov bleibt, gleichzeitig jedoch einige elektronische Versatzstücke enthält und in der „Opus Reprise“ mündet. Der Oboist Albrecht Mayer war beim düster-verwobenen „Swan Lake“ (wohinter sich natürlich Tchaikovskys „Schwanensee“ verbirgt“) beteiligt, während die legendäre Sopranistin Anna Netrebko „Solveig’s Song“ von Edvard Grieg ihre Stimme leiht. Christopher von Deylen aka SCHILLER legt darunter seine bekannt opulenten Klanglandschafen, die aus den klassischen Vorlagen elektrifizierte Hymnen schaffen.

So treffen – um ein weiteres Beispiel zu nennen – bei Claude Debussys „Réverie“ alte und neue Klangwelten in einer perfekten Symbiose aufeinander. Bis auf das Gastspiel von Frau Netrebko geschieht dies im Übrigen in instrumentaler Form und natürlich mit dem beliebten SCHILLERschen Bombast, der bisweilen auch schon einmal federleicht am Ohr vorbei plätschert. Eigentlich war der komplette Silberling ohne Gesang geplant, aber wenn man schon mal die Gelegenheit hat, mit einem solchen Star der Klassik-Szene zusammenzuarbeiten, lässt man sich diese natürlich nicht entgehen. Möglicherweise hat das Joint Venture auch neue Hörerschichten angelockt. Auf jeden Fall marschierte das jüngste Werk gleich in gewohnter Manier bis an die Chartspitze. Auch wenn der Sound für mich manchmal zu beliebig bzw. pathetisch ausgefallen ist, weiß SCHILLER ganz offensichtlich, welches Schall-Futter er seinen Fans servieren muss.

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