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SCISSOR SISTERS - Night Work

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Artist SCISSOR SISTERS
Title Night Work
Homepage SCISSOR SISTERS
Label UNIVERSAL
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Mit „I Don’t Feel Like Dancin’“ von ihrem zweiten Album „Ta Dah“ stürmten die SCISSOR SISTERS vor knapp vier Jahren Charts und Dancefloors und auch der Longplayer schaffte es vielerorts bis in die Top Ten. An diese Erfolge wollen die Amis, die im eigenen Land noch auf das Erklimmen der Chartsspitzen warten, jetzt mit „Night Work“ anknüpfen und eines ist mal klar: Die Nachtschicht findet in irgendeinem Club statt, in dem zwölf Songs lang die Tanzfläche unter Feuer genommen wird.

Gleich der Titeltrack „Night Work“ legt eine flotte Sohle aufs Parkett, zu der Jake Shears an die BEE GEES erinnernde Kopfstimme im Duett mit Kollegin Ana Matronic erklingt. Derweil blitzt bei „Whole New Way“ ein Hauch Italo-Pop durch, während die Vorab-Single „Fire With Fire“ mit hymnischen Sounds auf ganz dicke Hose macht (wozu natürlich der Knackarsch vom Cover ganz hervorragend passt). Für mich ist das Ganze allerdings eine Spur zu dick aufgetragen, dann doch lieber den Seventies-Disco-Style von „Any Which Way“, ehe „Harder You Get“ mit knackigen Gitarren Glam Rock ins Spiel bringt, der zudem einige elektronische Versatzstücke verpasst bekommen hat. Die bleiben auch bei „Running Out“ erhalten und bestimmen die treibenden Melodien, die bei „Something Like This“ roboterlike rüberkommen. Kühle und gleichzeitig erotisch aufgeladene Stimmung verbreitet „Skin This Cat“, bevor sich „Skin Tight“ entspannt durch die Gehörgänge schlängelt. Nicht mal vorm Eurodance machen die New Yorker halt und verwursten „Sex And Violence“ zu einem geeigneten Discofox-Kandidaten. Aber so ist das nun einmal im „Night Life“. Erlaubt ist was gefällt – Hauptsache es macht Spaß und man kann dazu tanzen, was zweifelsohne auch für den Ausputzer „Invisible Light“ gilt. Im Promo-Sheet spricht man von „PINK FLOYD in the Pleasure Dome“, da sind die SCISSOR SISTERS dann vielleicht stilistisch doch näher an den PET SHOP BOYS, letztlich aber auch egal, denn grooven tut’s allemal, insbesondere, wenn der britische Schauspieler Sir Ian McKellen zwischendrin seinen Monolog hält..

Wenn man den unbedingten Willen zum Abzappeln hat, ist man bei „Night Work“ definitiv richtig. Der ganz große Hit ist beim dritten Streich zwar nicht dabei, dafür tanzt das Quartett einmal quer durch die Nacht und Disco-Geschichte.

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