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SCOREFOR - Living In The Moment

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Artist SCOREFOR
Title Living In The Moment
Homepage SCOREFOR
Label OFF THE RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (6 Bewertungen)

Punkrock from Bavaria lautet das Motto von SCOREFOR und dies schon seit immerhin zwölf Jahren. 500 Konzerte hat das Quartett in der Zwischenzeit in Europa, Japan, Australien, Kanada und den USA gespielt und kann auf 15.000 verkaufte Tonträger zurückblicken. Mit „Living In The Moment“ sollen noch einige zusätzliche Alben hinzukommen – wollen wir doch mal überprüfen, ob der Kauf der Langrille lohnenswert ist.

„Burn Down The House“ empfängt den Hörer auf jeden Fall schon mal mit eingängigen Refrains und harten Gitarrenriffs. Der Start ist geglückt und mit „Change My Own Ways“ geht es gutgelaunt weiter. Stilistisch sind SCOREFOR im Skatepunk verwurzelt, entsprechend finden sich häufig mehrstimmige Gesänge, die auf druckvolle Langäxte treffen. „Nobody Knows? Everyone Knows!“ nimmt ein wenig Tempo raus und lässt Platz für Emotionen, um gleich darauf mit „Simplify Your Life“ und verzerrten Vocals wieder Gas zu geben. Natürlich darf auch die obligatorische Kuschelnummer nicht fehlen: „I Want You To Know“ hängt den Himmel voller Geigen – pardon gefühlvolle Saiteninstrumente und dezente Drums, bevor „The Masquarade“ zum knackigen Punkrock zurückfindet. Der Song geht umgehend in die Beine, bevor Schlagzeuggewitter bei „You Got The Answer“ aus den Boxen krachen. Etwas weniger ungestüm präsentiert sich „I’m Holding Tongue“ und bei den Akustikgitarren von „Never That Easy“ fühlt man sich eher an einen folkigen irischen Singer/Songwriter als an eine Punkband erinnert. Diesen Eindruck wischt „Life Is Anything But Sure“ mit ein paar treibenden Hooklines wieder weg und auch die verbleibenden Songs „What I Want Is What I Do“ und „Everything“ (jetzt kommen doch noch Violinen ins Spiel!) setzen den eingeschlagenen Melodycore-Weg konsequent fort.

Fans von NOFX, LAGWAGON oder auch NO USE FOR A NAME (mit denen man bereits die Bühne teilte) dürften auch Gefallen an der Mucke der vier Oberbayern haben. Eigentlich kann es bei der musikalischen Qualität von „Living In The Moment“ auch nur am zu kleinen Werbebudget liegen, dass die Bandmitglieder nach wie vor ihren Proberaum im Keller ihres Elternhauses haben und tagsüber als Bankkaufleute und Hauptschullehrer arbeiten. Gegen den Erwerb des Longplayers spricht jedenfalls aus meiner Sicht nichts.

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