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SCREAM SILENCE - Aphelia

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Artist SCREAM SILENCE
Title Aphelia
Homepage SCREAM SILENCE
Label PLAINSONG RECORDS
Leserbewertung
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8.4/10 (5 Bewertungen)

Wie doch die Zeit vergeht: Seit neun Jahren machen SCREAM SILENCE nun schon Dark Rock, zwischenzeitlich gab es einige personelle Umbesetzungen in der Band um Mastermind Harry Fieting, ein eigenes Plattenlabel wurde gegründet und nun soll bereits der sechste Longplayer der umtriebigen Hauptstädter erscheinen. Nachdem die Vorgänger durch die Bank überzeugen konnten, darf man gespannt sein, was die neueste Ausgeburt des Quintetts zu bieten hat.

Das Werk ist „Aphelia“, der „Sonnenfernen“ aus der griechischen Mythologie gewidmet und soll ein Sinnbild für die Zerbrechlichkeit der menschlichen Seele darstellen. Aphelia, als Mädchen symbolisiert, wandelt durch unwirkliche Welten, scheint nirgendwo dazu zu gehören und findet letztlich Heimat am dunkelsten und kältesten aller Orte – tief in sich selbst. Musikalisch wird diese Reise äußerst überzeugend und vielseitig umgesetzt. Neben absolut clubtauglichen Singles wie „Kerosene“ und „The Vitriol“, tummeln sich düstere Gothic Rocker („Harvest“, „In Every Sin“ und „Riders“) genauso wie Dark Rock Hymnen („Nothingness“, „My Tenebrous Illusion“ und „Unspoken“) auf dem Silberling. Nicht zu vergessen die epischen Balladen, denen sowohl Band als auch Fans verfallen sind. „My Eyes“ und der Titelsong „Aphelia“ transportieren ganz große Emotionen, für meinen Geschmack das ein oder andere Mal arg theatralisch und gelegentlich gesanglich eine Spur zu dramatisch, aber der Rest entschädigt allemal für diese Gefühlsausbrüche. Außerdem gibt es als besonderen Bonus auf der limitierten Erstauflage noch drei Livetracks von „Harvest“, „Consolation“ und „Immortal“ zu hören, die im Dezember im Berliner Club K17 während eines Konzertes mitgeschnitten wurden. Auch visuell haben SCREAM SILENCE sich nicht lumpen lassen und ihre aktuelle Scheibe einen Platz in einem aufwendigen, mehrfach aufklappbaren und reich bebilderten DigiPak verschafft.

Alles in Allem ein rundum gelungenes Album. Deutlich rauer als die Vorgänger, gesellen sich zu den SCREAM SILENCE-typischen eingängigen Melodien häufiger Alternative- oder auch Progressive-Elemente, die zu einem harmonischen Konzeptalbum mit Durchhör- und Ohrwurmgarantie verschmelzen. Per Saldo: Satte 70 Minuten Hörgenuss von besonderer Intensität – Hut ab!

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