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SEAN WALSH BAND - Timetravellersexmachine

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Artist SEAN WALSH BAND
Title Timetravellersexmachine
Homepage SEAN WALSH BAND
Label CORAZONG
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Herzlich Willkommen bei unseren westlichen Nachbarn in den Niederlanden! Die drei Käsehäppchen der SEAN WALSH BAND (neben dem namensgebenden Sänger und Gitarristen Sean Walsh wären da noch Bassist und Organist Kai Liebrand sowie Drummer Edwin van der Burgt), die uns zu einer psychedelischen Reise in die Seventies einladen. Die Holländer stehen bewusstseinserweiternden Drogen ja deutlich toleranter gegenüber als der deutsche Michel, vielleicht sind das auch die idealen Voraussetzungen für den SEAN WALSH-Sound.

Neben psychedelischem Rock bietet „Timetravellersexmachine“ allerdings auch noch erdigen Blues und lässigen Boogie. Macht in Summe zwölf Songs mit verzerrten Gitarren, krachender Rhythmusarbeit und ungezügeltem Gesang. Auf ihrer Zeitreise trifft das Trio natürlich auf Götter wie LED ZEPPELIN, JIMI HENDRIX oder RORY GALLAGHER, schafft es aber einen eigenen Stil zu kreieren, so dass man durchaus Reminiszenzen an die wüsten und glorreichen Tage des Rock ’N’ Rolls heraushört, die SEAN WALSH BAND aber bei allem Stöbern in den Geschichtsbüchern des Rocks ein eigenes Profil entwickeln. Zu nennen sei hier beispielsweise die 11:38-Minuten-Nummer „Sirkus“, mit welcher der Dreier das gesamte Repertoire der rockenden Siebziger abdecken, sofern sich das Geschehen in ebenso verrauchten wie abgerockten Schuppen abspielte. Deutliche HENDRIX-Anleihen sind bei „Hey Babe“, „Up The Wall“ und „Spoonful“ zu hören, während „Cinderella Princess“ Blues in Slow Motion präsentiert. „Free As A Bird“ ist ein kurzer jazziger Einwurf, bevor mit „Trouble“ wieder in die Vollen gegangen wird. Cowboyfeeling kommt bei „Last Man Standing“ und „One More For The Happy Few“ auf. Dabei darf beim letztgenanntem Song auch der fröhliche Boogie-Anteil nicht fehlen, wohingegen sich „The Devil Wouldn’t Bargain“ auf feinstes Gitarrengegniedel mit leisen Zwischentönen konzentriert. „Little Bridgess“ gibt sich ebenso ungestüm wie der Opener „Mr. Crankypants II“, wahrlich eine bunte Mischung, die aber absolut stimmig ist.

In der Heimat wird die SEAN WALSH BAND bereits als aufregendster Newcomer im Alternative-Blues-Genre gefeiert. Hörenswert sind die Tulpenknicker allemal, demnächst übrigens auch live in der Konzertstätte ihres Vertrauens.

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