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SECRET SPHERE - Scent of human desire

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Artist SECRET SPHERE
Title Scent of human desire
Homepage SECRET SPHERE
Label Nuclear Blast
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„Scent of human desire“ ist bereits das dritte Album der seit 1997 bestehenden italienischen Formation SECRET SPHERE. Die Vorgänger „Mistress of the shadowlight“ und „A time nevercome“ haben ihren Weg zwar nicht bis in meine Gehörgänge gefunden, aber man war damit vor allem in Japan und zuhause in Italien recht erfolgreich. Auch konnte man einen Vertrag bei Nuclear Blast ergattern, was zugleich bedeutet, dass sich das Sextett nun einer größeren Aufmerksamkeit gewiß sein kann.

Auf den ersten Blick könnte man SECRET SPHERE als „normalen“ weiteren melodischen Power Metal-Act abstempeln. Dennoch handelt es sich nicht um den typisch treibenden Power Metal oder einen Klon ihrer Landsleute von Rhapsody, sondern vielmehr steht eine Kombination verschiedenartig gelagerter Einflüsse im Vordergrund, deren Basis Power Metal lediglich darstellt. Zum einen gibt es durchaus eine symphonische Komponente im Sound von SECRET SPHERE, allerdings ist das Keyboard nicht in allen Songs und in den einschlägigen Stücken auch nicht durchgängig dominant. Daneben kommt Inspiration von klassischen Melodicbands der Marke Helloween, von denen man in der Vergangenheit auch schon „How many tears“ für den „Keepers of Jericho“-Tribute gecovert hat, bis hin zu progressiven Kapellen wie etwa Dream Theater zum Vorschein. Zusätzliche Progressivität im weiten Sinne entsteht durch einen großen Facettenreichtum, dem die verschiedensten Ideen zugrunde liegen, und der sich beispielsweise in Bläser-Passagen, Goth-Elementen oder sogar einem Gospel-Part in „Surrounding“ entfaltet.

Besonders deutlich wird der Unterschied zum reinen Power Metal aber durch die weitläufig vorhandenen Hard Rock-Akzente, die unter anderem an Motley Crue, Bon Jovi oder Skid Row erinnern. Trotz einiger Komplexität wurden die verschiedenen Stile aber schlüssig und kompetent miteinander verbunden und ergeben stets ein eingängiges Gefüge. Lediglich in einigen wenigen Momenten, so etwa „Virgin Street 69“, wirkt das Material noch nicht ganz ausgereift.

Sänger Ramon bietet mit einer variablen und einwandfreien Gesangsleistung ebenfalls keinen Grund zur Klage. Dennoch erhält er aus Gründen der Abwechslung in einigen Tracks Verstärkung von gleich drei unterschiedlichen Sängerinnen.
Alles in allem sollte „Scent of human desire“ also dazu führen, dass der Name SECRET SPHERE zukünftig jedenfalls auch Genrezugehörigen ohne Italien-Standleitung ein Begriff sein wird.

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