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SEEDS OF SORROW - Immortal Junkies

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Artist SEEDS OF SORROW
Title Immortal Junkies
Homepage SEEDS OF SORROW
Label METAL AGE PRODUCTIONS
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Im höheren Alter hat man sich ein wenig Respekt verdient. SEEDS OF SORROW feiern demnächst ihr zehnjähriges Jubiläum und haben einen Split und diverse Besetzungsänderungen unbeschadet überstanden, da hört man auch dann noch zu, wenn manches auf ihrem neuen Album für die üblichen Verhältnisse im Death Metal recht ausladend geraten ist und sich Zeit nimmt.

Womit, siehe die grandiosen DRAWN AND QUARTERED, sie nicht alleine stehen und im Übrigen nur die Länge der einzelnen Stücke gemeint sei, die auch gerne mal bis zu sechseinhalb Minuten dauern, denn ansonsten wirkt dieser österreichische Fünfer vital und frisch wie am ersten Tag – nicht umsonst hiess ihre letzte Maxi-CD „Phoenix Rising“. Knallhart und dennoch knackig sind die Songs, brachial und dennoch eingängig und so findet sich so mancher potentielle Hit auf einer Scheibe, die eigentlich in einer gänzlich unkommerziellen Tradition geerdet ist. „Ejaculation of an unknown god“ ist so ein Glücksfall, pumpende Riffs treiben das Stück über einem groovenden Schlagzeugmuster nach vorne, nur um in einem unerwarteten Old-School Teil mit heulbojenhaften Gitarren zu münden. Auch das rabiate Titelstück und das fast schon progressive „Fake“ wissen auf ganzer Linie zu überzeugen. Lediglich „Deep Mongolian Steinem Job“ leidet dann doch ein wenig unter ungelenk pornographischer Lyrik: „All that huge cocks/ In all her tiny holes/ And she screams out while she gets boned“.

Selbst das an dieser Stelle ungewöhnliche Cover von Dave Mustaines „Symphony of Destruction“ fügt sich zum Schluss nahtlos in eine Kette ausgezeichneter Tracks ein. Jeder anderen Band müsste es peinlich sein, MEGADETH zu covern. Doch SEEDS OF SORROW sind alt und weise, die dürfen das.

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