Band Filter

Request did not return a valid result

SELIG - Kashmir Karma

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SELIG
Title Kashmir Karma
Homepage SELIG
Label SONY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.0/10 (3 Bewertungen)

Mit „Kashmir Karma“ bringt die 1993 gegründete Hamburger Indie-Institution SELIG ihr siebtes Album heraus. ‚In 24 Jahren nur sieben Platten?’ mag der eine oder andere jetzt vielleicht denken, aber dazu muss man wissen, dass mit SELIG 1999 zunächst Schluss war und Jan Plewka (Gesang), Leo Schmidthals (Bass), Christian Neander (Gitarre), Stephan „Stoppel“ Eggert (Drums) und Malte Neumann (Keys) erst 2008 wieder zusammen fanden. 2009 bescherte ihnen „Und endlich unendlich“ erstmals Gold, SELIG waren wieder da – vielleicht stärker als je zuvor. 2014 hat Malte die Band im gegenseitigen Einvernehmen verlassen und die verbliebenen vier machten sich Ende 2016 auf nach Schweden, um in einem abgeschiedenen Haus die Zukunft von SELIG zu klären.

Das erste Ergebnis dieses Trips war „Wintertag“, das innerhalb eines Tages in eben diesem Haus geschrieben, getextet und aufgenommen wurde. Entstanden ist eine elegische Ballade mit jeder Menge Tiefgang und dem typischen SELIG-Groove. Den findet man selbstverständlich auch im hymnischen Opener „Unsterblich“ und die Aufforderung „Nimm mich so wie du bist“ kommt rhythmusbetont und tanzbar daher. Absolutes Hitpotenzial bringt „Alles ist nix“ mit und auch die Vorab-Single „DJ“ mit seinen psychedelischen Krautrock-Klängen geht ohne Umwege ins Ohr. Bluesige Einsprengsel machen „Zu bequem“ spannend und mit „Unterwegs“ beweisen die Hanseaten einmal mehr, dass sie sich wahrlich auf melancholische Kleinode verstehen. Tiefenentspannt rocken können sie es freilich auch, vgl. „Lebenselixier“ und „Lass los“. „Feuer und Wasser“ bringt wie kein anderer Song den speziellen SELIG-Sound auf den Punkt und wenn am Ende der nachdenkliche Titeltrack „Kashmir Karma“ erklingt, weiß man, dass man dieser Kapelle noch sehr, sehr lange zuhören möchte.

Der Name der Langrille stand anno 1993 übrigens auch als Bandname im Raum. Daraus wurde dann allerdings SELIG. Da „Kashmir Karma“ irgendwie aber auch so etwas wie ein Neuanfang, sozusagen die dritte Runde nach der Reunion 2008 und Maltes Ausstieg 2014 ist, hätte der Titel kaum besser gewählt werden können. Genauso wie man inhaltlich kaum etwas hätte besser machen können. SELIG erzählen in poetischen Liedern von der Liebe und  Beziehungen und machen sich Gedanken über den Sinn des Lebens. Die Stimme von Jan Plewka ist dabei ebenso unverwechselbar wie Musik dieser fantastischen Band.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

SELIG - Weitere Rezensionen

Mehr zu SELIG