Band Filter

SETHERY - Kholera

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SETHERY
Title Kholera
Homepage SETHERY
Label WOODCUT RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

SETHERIAL, SETHIAN, warum dann nicht auch noch SETHERY? Das finnische Quartett gehört zu den Newcomern der everboomenden skandinavischen Black Metal Szene und fand in Woodcut den geeigneten Partner für die Veröffentlichung seines Debüts. Man gründete sich 1998 unter dem Namen BLACK EMOTIONS, nahm aber schon 2 Jahre später den heutigen Namen an, als sich eine Keyboarder ins Line Up stürzte. Und die Synthies spielen auch gleich eine sehr gewichtige Rolle im musikalischen Kontext, dazu später mehr. Vor der „Kholera“ nahm man bereits 4 CD-R Demos auf, alle 5 Songs der letzten zwei – „Bound in Hatred“ und „Hellcreation“ landeten auch auf der Full Length, hätte man da nicht noch ein bisschen kreativer sein können? Zudem wurde das gute Stück bereits im April/ Mai 2003 aufgenommen und ist daher schon ein wenig abgehangen.

Wie bei so manch anderer Woodcut Band wird hier ein gewisser Standard gehalten, der sich aus der Professionalität und der Beherrschung der Instrumente ableitet. Rifftechnisch sorgt man durchaus für den einen oder anderen Aha-Effekt, dabei bleibt man immer nachvollziehbar und melodisch. Zwar ist das Grundtempo nicht allzu niedrig, es werden aber auch immer wieder epische Passagen eingestreut („The Sheep who always lied“). Und die fast durchgängigen Keyboardteppiche sorgen ebenso für ein gewisses melodisches Fundament, zum Glück wirkt es nicht total zugekleistert. Während die Texte relativ klischeebehaftet gegen die christliche Religion wettern, kann auch der heiser-kehlige Gesang nicht unbedingt Akzente setzen. Übrigens ist der gute Henttunen zusätzlich bei MAPLE CROSS aktiv, ob daher der leicht thrashige Gitarrensound stammt, kann aber nur vermutet werden.

Wer etwas ältere DIMMU BORGIR zu seinen Faves zählt und sein Geld locker in der Hose sitzen hat, sollte diese nett becoverte Veröffentlichung mal antesten. Solider aber noch recht identitätsloser Melodic Black Metal mit einigen Thrash Riffs aber ohne große Höhepunkte – für ein Debüt ganz ordentlich. Damit ist alles gesagt.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu SETHERY