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SHED - The Killer

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Artist SHED
Title The Killer
Homepage SHED
Label 50 WEAPONS
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Der Albumtitel hat nichts mit Krieg oder Gewalt zu tun. René Pawlowitz alias SHED findet nur, dass sein neuestes Werk einfach „der Killer“ ist. Sehr selbstbewusst, was der Berliner Technokünstler da von sich gibt. Aber einige Kritiker und eine wachsende Fangemeinde geben ihm da durchaus Recht. Nachdem seine beiden ersten Alben noch auf Ostgut Ton erschienen sind, ist „The Killer“ nun das Debüt auf dem MODESELEKTOR-Label 50 Weapons.

SHEDs erstes Album „Shedding the past“ war noch eine Kollektion von Tracks, die über eine relativ lange Zeit entstanden sind. Der Nachfolger „The Traveller“ war das erste Konzeptalbum und entstand in recht kurzer Zeit in einem Durchlauf. Auch „The Killer“ ist im März 2012 ziemlich schnell entstanden. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen findet sich auch hier wieder eine große Bandbreite technoider Musik von Dubstep, Bass, Ambient und IDM. Trotz wummernder Bässe und verspielten Melodien sind die Stücke nicht wirklich für die Tanzfläche geschaffen. Vielmehr legt SHED seine Ansprüche an ausgefeilte und innovative Variationen des klassischen Techno. Das macht das Album zum einen anspruchsvoll, verhindert wohl aber auch den großen kommerziellen Erfolg durch mangelnde Eingängigkeit. Ebenso die schwere, düstere Grundstimmung der Tracks, die zwar an diversen Stellen aufbricht, aber nur, um gleich wieder erneut in dieser zu versinken. Dabei finden sich auf „The Killer“ durchaus gelungene Titel wie „Day after“ und „Prototype“.

„The Killer“ ist definitiv kein Partyalbum. Wer aber ein elektronisches Album sucht, das nicht aus jedem Autofenster am Samstagabend raus plärrt, der wird hier fündig. Ein anspruchsvolles, facettenreiches Album, nicht zum Tanzen sondern zum bewussten Hören.

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