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SHE'S ALL THAT - Extra Fruity Disgusting

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Artist SHE'S ALL THAT
Title Extra Fruity Disgusting
Homepage SHE'S ALL THAT
Label SUPERKID
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Auf den interessanten Namen SHE`S ALL THAT hört das aus “SueShi“ (Vocals), Nik (Drums) und „Bastard“ (Keys / Samples) bestehende Kölner (?) Trio, das mit „Extra Fruity Disgusting“ nun sein Debutalbum vorlegt. Ganz so unbekannt ist die Formation nicht mehr, hatte man doch bereits die Gelegenheit, in der Vergangenheit zahlreiche Live-Gigs – unterstützt von Dirty J (Guitar) – zu absolvieren. Auch auf diversen Radiosendern und in mehreren DJ-Sets laufen bereits einige Songs auf Dauerrotation.

Doch was erwartet den Hörer auf der Silberscheibe, die in ein edles DigiPak eingehüllt wurde? Musikalisch bewegt man sich in einem kräftigen, dynamischen Bereich zwischen Electronica, Electroclash und Minimal Electro, mit einer deftigen Prise Electro-Punk (so oft „Electro“ – aber das trifft es am Besten). Irgendwo in einem weiten Feld zwischen SPILLSBURY, SCHWEFELGELB, BOMFUNK MCs und LEILA K scheint man zu Hause zu sein. Der eingängige und temporeiche Opener „Superkid“ zielt daher klar auf die Tanzfläche und dürfte dieses Ziel auch nicht verfehlen. Auch die rockigen „Jump 1.2.3.4.“ und „Rock Ready“ regen zum Zappeln an. „Freak like an idiot“ präsentiert sich wiederum sehr funkig, so dass hier Erinnerungen an die 84er Breakdance-Bewegung wach werden. Bei solchen Anspielungen halten SHE`S ALL THAT jedoch stets den Blick auf glasklaren, druckvollen und modernen Sound. „Mash it Up“ paart dann Funk und punkige Vocals. Nach den beschwingten und erneut eingängigen Songs „I hate you“ und „Kamasutra“, folgt mit „Firefly“ ein Track, bei dem ich sogar Assoziationen zu schnellem Electro-Reggae habe. „Too Demanding“, ein sphärischer, ambient-orientierter Track, der dem Tanzwütigen etwas Zeit lässt, sich zu erholen. Gerade richtig, denn „Dancing Machine“ startet wieder durch. Das Titelstück besitzt ein experimentelleres Gewand. „Punch you“ ist ein echter Rocker. „We Drink“ eine wundervolle Soundcollage, die das Tempo drosselt und wie Filmmusik anmutet. Mit „I lost you“ gibt es noch einmal einen funkigen Track. „Nic`s Fertilizer“ rekapituliert „Firefly“ und bewirkt, dass dieser Song endgültig als Ohrwurm im Kopf festhängen bleibt. „Intoxicating Smoke“ bringt „I feel love“-Discofeeling, was die Scheibe gelungen abrundet.

Mit 16 Tracks bekommt der Elektrofan einiges geboten. Jeder Song ist druckvoll, tanzbar und eingängig. SHE`S ALL THAT werden daher ziemlich sicher bald zu jedem ordentlichen DJ-Set gehören. Zum Abzappeln und Autofahren gleichermaßen geeignet. „Extra fruity disgusting“ bietet richtig gute Partymusik – der Sommer kann kommen.

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