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SHINING - Redefining Darkness

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Artist SHINING
Title Redefining Darkness
Homepage SHINING
Label SPINEFARM RECORDS
Leserbewertung
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5.9/10 (7 Bewertungen)

Lange hat‘s gedauert, aber man gewöhnt sich an alles. So wie es MARILYN MANSON ergangen ist, geht es mittlerweile auch Niklas Kvarforth und SHINING. Ob nun blutige Live-Shows oder provozierende Video-Clips, so wirklich schocken kann einen dies nicht mehr. Der große Vorteil im Vergleich zum Ami liegt bei SHINING allerdings in der gleichbleibenden musikalischen Qualität und eigentlich ist es ja auch das, worauf es ankommt.

So hat Kvarforth mit seinen derzeitigen Gefolgsleuten laut eigener Aussage das finsterste Album der Bandgeschichte gemacht. Und beim brachialen Einstieg (ohne jedwedes Intro) mit „Du, mitt konstverk“ könnte man wirklich meinen, SHINING haben den urtümlichen Black Metal wieder entdeckt, so holzt der Track los. Doch schon schnell finden sich die unverkennbaren Merkmale des Sounds der Schweden wieder ein. Und diese sind auch beim achten Album mal nachdenklich-melancholische, mal mitreissend-energische Melodien, eingängige Rhythmen und theatralische Vocals, von leidend-seicht bis wutentbrannt. Dabei gelingt es SHINING ein weiteres Mal durch den Wechsel von druckvollen Black N’Roll-Elementen, getragenen Passagen und beklemmenden Akustik-Parts in die psychotische Gedankenwelt eines verzweifelten Geistes einzutauchen. Alleine der Einsatz eines Saxophons im mittreissenden, und ausnahmsweise in Englisch verfassten „The Ghastly Silence“ (großartig) verleiht dem Song eine ganz eigene Atmosphäre. Und die Textzeile „At the End of the Tunnel, without you, there is no Light“ aus dem sehr gefühlvollen „Hail Darkness Hail“ beweist, dass auch Kvarforth nicht nur (selbst)zerstörerische, sondern auch mal schmachtende Tendenzen offenbart!

Keine Frage, auch wenn „Redefining Darkness“ nicht ganz so eine fesselnde Achterbahn-Fahrt wie noch „V:Halmstad“ (2007) oder das zusammengehörende Duo „VI:Klagopsalmer“(2009)/ „VII:Född Förlorare“ (2011) geworden ist, festigt dieses Album SHININGs Position als vorherrschender Act im sogenannten Suicidal Black Metal!

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