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SHOCKGNOSIS - Startup Sequence

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Artist SHOCKGNOSIS
Title Startup Sequence
Homepage SHOCKGNOSIS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.5/10 (11 Bewertungen)

Auf dem passenderweise „Startup Sequence“ betitelten Debüt legen die 2008 noch unter dem Banner DOWNSTROKE gegründeten Industrial Deather SHOCKGNOSIS einen Einstand nach Maß vor.
 
Auf insgesamt 8 Songs plus Hidden Track haben sich die Westdeutschen auf Tuchfüllung mit den Amis FEAR FACTORY begeben. Dabei gelingt es ihnen zuweilen erstaunlich gut, Momente aus FFs Glanzzeiten ins Gedächtnis zu rufen, was Songs wie der starke Opener „Sustained Fire“ (mit atmosphärischen Keyboardteppichen, Stakkato Riffing und „Schreibmaschinen“-Drumming) oder das folgende, mit geilen Riffs und wütenden Shouts walzende „Darkness“ beweisen. Sicher, mit Zutaten von den eben schon genannten FEAR FACTORY und einer Prise MACHINE HEAD-Gitarrenquietschern erfindet man das Rad ganz sicher nicht neu, aber die Stücke zünden großteils auf Anhieb und gefallen durch nette Details und frische Ideen. „So Hell Exists“ beginnt eher verhalten und entpuppt sich als eher bedächtiger Track, bei dem Shouter Tobias erstmals eine Art gruftigen Cleansprechgesang anstimmt, der sich besser einfügt, als wolle man auf Deibel komm raus versuchen, einen zuckersüßen Clean-Chorus einzubauen, wie es heute zu viele Vertreter moderner Metalzunft ausreizen. Auch das anschließende „Hope For An End“ lässt den Titel nicht zum Wunsch des Hörers werden. Denn dies ist ein weiteres Highlight: Hier regiert wieder pumpend groovender Industrial Death mit hämmernden Riffs und der einen oder anderen kleinen netten Idee im Detail. Im folgenden Verlauf haben sich dann allerdings Songs eingeschlichen, deren Songwriting nicht ganz so zwingend ist – wie beispielsweise „Start To Burn“, das etwas ruppigere „Attitude Of Ignorance“ oder das „KORN“ige „Echoes Of Hatred“ , was dem Erstling gen Ende etwas die Luft ausgehen lässt.
 
Unterm Strich bleibt hier ein gutklassiges Werk, das unter erfahrenen Ohren von Alexander Dietz (u.a. HEAVEN SHALL BURN) und Patrick W. Engel (u.a. MACBETH) professionell produziert ist und die Wartezeit zur hoffentlich nächsten Großtat der wiedervereinten Herren Bell/ Cazares stimmungsvoll verkürzt. Übrigens, wer diese Zeilen liest, und des Gitarre oder Schlagzeugzockens mächtig ist, sollte schnellstens die Band auf ihrer Myspace-Seite kontaktieren, denn beide Posten sind zurzeit noch vakant.

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