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SIA - Some People Have Real Problems

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Artist SIA
Title Some People Have Real Problems
Homepage SIA
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Mit vollem Namen heißt die Dame Sia Furler und dem ein oder anderen geneigten Leser wird sie möglicherweise durch ihre Mitarbeit beim britischen Ambient-Duo ZERO 7 bekannt sein, wo die gebürtige Australierin mehrfach am Mikro ausgeholfen hat. Doch auch auf Solopfaden ist die 33-jährige Blondine fleißig unterwegs, so dass neben einer EP und einer Live-Scheibe inzwischen der dritte Longplayer von SIA in die deutschen Plattenläden kommt.

Im Vereinigten Königreich und in den USA ist „Some People Have Real Problems“ bereits 2007/ 2008 erschienen und schaffte es jenseits des Großen Teiches immerhin bis auf Platz 26 der Billboard Charts. Jetzt schickt sich die Dame an, auch hierzulande ihren Bekanntheitsgrad auszubauen. So kann man ihren Song „Day To Soon“ bereits seit einiger Zeit in bundesdeutschen Radios hören und die ruhige Pop-Nummer bringt mit ihrer bluesig-jazzigen Note durchaus den Charakter des gesamten Albums zum Ausdruck. Die Wahl-New-Yorkerin besticht mit einer sehr eindrucksvollen Stimme, der sie nur eine dezente Instrumentierung hinzufügt. Überwiegend bewegt sie sich damit eher im Midtempo, so wie beim Opener „Little Black Sandals“ oder dem verspielten „Lentil“. Slow Motion ist gar bei „You Have Been Loved“ angesagt, hier und da gibt das Fräulein Furler auch mal Gas („The Girl You Lost To Cocaine“) oder gefällt mit rhythmusbetonten Klängen („Academia“ und „Playground“). Pianoballaden wie „I Go To Sleep“ oder „Death By Chocolate“ setzen gleich auch noch auf massiven Streichereinsatz, ertrinken dank der Reibeisenstimme ihrer Interpretin aber glücklicherweise nicht im Kitsch. Wobei die Stücke problemlos bei jeder beliebigen Serie, die das amerikanische Großstadtleben zum Inhalt hat, eingesetzt werden könnte – sie trifft halt genau den Nerv der entsprechenden Zielgruppe.

Die kann zu Songs wie „Soon We’ll Be Found“ und „Electric Bird“ in der In-Bar bunte Cocktails schlürfen oder zumindest davon träumen, eben dies zu tun. Beispielsweise in der Badewanne, wo mein Favorit „Beautiful Calm Driving“ der ideale Soundtrack ist, um seinen Gedanken nachzuhängen. Und wenn man Glück hat, kommt noch jemand und schrubbt einem zu „Lullaby/ Buttons“ den Rücken. Vielleicht hört man „Some People Have Real Problems“ dann auch einfach auch noch mal gemeinsam von vorn, kuscheln kann man zu dieser sehr emotionalen Musik bestimmt auch sehr gut…

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