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SIA - We Are Born

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Artist SIA
Title We Are Born
Homepage SIA
Label SONY MUSIC
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Pfeifenraucher haben in Australien derzeit schlechte Karten, ist doch das gesamte Kontingent an Pfeifenreinigern für das Cover-Shoot des neuesten Albums von Paradiesvogel SIA verlustig gegangen! Soweit der erste Eindruck (unterstützt durch die zudem übermäßig pinke Verpackung), die auf den erwartungsfrohen Hörer förmlich herein prasselt. Also hurtig mit dem Inhalt beschäftigt, hat doch schon der Auftritt bei BBC-Legende Jools Holland den Rezensenten mehr als begeistert. Denn obwohl Sia Furler ihr mittlerweile viertes Album präsentiert, ist sie in Europa (und speziell in Deutschland) kaum bekannt. Dennoch wird der eine oder Andere, die 35jährige wahrscheinlich als Gastsängerin der Soundtüftler ZERO 7 kennen. „We Are Born“ ist nun sicherlich die durchgängig-eingängigste, zudem lebensbejahendste Platte, die die Dame bisher unter das Volk gebracht hat.

„The Fight“ beginnt gleich mit feschen Kinder-Gang-Shouts, die Gitarre wird groovend von STROKES Gitarrist Nick Valensi (der das Album komplett begleitet) in Szene gesetzt und SIA thront über allem mit ihrer einnehmenden Stimme. Ein Tanzbodenfeger allererster Güte. Die erste Single „Clap Your Hands“ besticht mit Disco-Bass im Musikladen-Flair, Handclaps (welch Überraschung!), Extended-Version-Beat und BACCARA-Melodien. Überhaupt ist „We Are Born“ generationsübergreifend tanzbar, da leuchtet die Discokugel für jedermann gleichermaßen! „Stop Trying“ klaut sich den Bass bei den CURE, dafür will der Refrain den Gehörgang kaum mehr verlassen und die Kids sind auch wieder am Start. „Bring The Night On“ geht ebenfalls in diese verschmitzte Richtung: Sesamstraßen-Sound, der ins Bein geht! „Be Good To Me“ gehört zu den wenigen, etwas langsameren Nummern, und wird nur noch durch das einnehmende MADONNA-Cover „Oh Father“ übertroffen. Sehr gelungene Neu-Interpretation des Schmachtfetzens! Wie gut, dass SIA die gelungenen Ideen für sich selber aufgehoben hat und nicht der Ewig-Hinterhertrödelnden CHRISTINA AGUILERA geschenkt hat, denn auf deren neuen Album ist Frau Furler als Co-Autorin tätig geworden…

Wer GOSSIP inzwischen nicht mehr mit der Kneifzange anfassen mag (man höre die Parallelen auf „You’ve Changed“), zwischen ELLIE GOULDING und LILY ALLEN („Hurting me now“ klingt wirklich wie von deren letztem Album stibitzt!) noch ein freies Plätzchen hat und generell ein Herz für unaufgeregt-gelungene Pop-Musik mit Indie-Ambitionen hat, der sollte unbedingt einen Abstecher in das Land der wunderbaren SIA machen!

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