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SIBIIR - Ropes

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Artist SIBIIR
Title Ropes
Homepage SIBIIR
Label FYSISK FORMAT
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Jimmy Nymoen (Lead Vocals), Tobias Gausemel Backe (Gitarre), Steffen Grønneberg (Gitarre), Kent Nordli (Bass) und Eivind Kjølstad (Drums) sind in Oslo zuhause. Für den Namen ihrer Band haben sie sich allerdings von einer der unwirtlichsten Gegenden der Welt inspirieren lassen: von Sibirien. „Norwegian blackened hardcore“ nennt der Fünfer seine Musik, die nun zum zweiten Mal auf einem Silberling erscheint. Nach dem selbstbetitelten Debüt gibt es jetzt auf „Ropes“ einen unheilvollen Mix aus Hardcore und Black-, Death- sowie Thrash-Metal auf die Ohren.

Dass dieser Sound nicht gerade ein Ausbund an Fröhlichkeit ist, dürfte keine Überraschung sein und deshalb verwundert es auch nicht, dass jeder Ton mit Kritik und Elend verbunden ist. Themen wie der Klimawandel, die immer weiter auseinander klaffende Schere zwischen Arm und Reich, das Versagen kapitalistischer Systeme und die Passivität, mit der ein Großteil der Menschen diesen Problemen begegnen, führen musikalisch zu purer Düsternis und Aggression. Tiefschwarzer Black Metal ist bei den Norwegern offenbar grundsätzlich in jedermanns Genen verankert, SIBIIR verstehen es jedoch, diese Spielart auf das Feinste mit Westcoast-Hardcore zu kombinieren. Einen ersten, überzeugenden Eindruck gewinnt man beim hochenergetischen Opener „Leeches“ , ehe sich das donnernde „Worlds Apart“ durch die Gehörgänge pflügt. Auch „For The Few“ und „A Trail of Failed Attemps“ machen keine Gefangenen, gleichzeitig steuert das Album auf seinen Höhepunkt zu und der hört auf den Namen „Transparent Lives“ – hier zeigen die Nordmänner ihr ganzes, durchaus abwechslungsreiches Können! Das blitzschnelle „The Silent Repent“ weiß ebenfalls zu überzeugen und mit „Blurred Flickering Pictures“ driftet das Quintett in ruhigere Doom-Gefilde ab, bevor „Monoton“ zunächst mal Fahrt aufnimmt, um sich alsbald mit dem finalen „Old Patterns“ und einer Highspeed-Oldschool-Breitseite sowie letztmaligem gutturalem Geschrei zu verabschieden.

Nein, „Ropes“ ist nichts für zarte Gemüter, SIBIIR sprechen stattdessen mit ihrer Mucke eindeutig die Schwermetaller-Fraktion an, die den nordischen Spielarten zugetan ist. In diesen Kreisen wird man die Langrille zweifellos auch mit Begeisterung aufnehmen!

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