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SIDEBURN - The Newborn Sun

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Artist SIDEBURN
Title The Newborn Sun
Homepage SIDEBURN
Label BUZZVILLE RECORDS
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Bereits seit zehn Jahren gibt es die schwedischen Prog-Rocker SIDEBURN, die 2002 ihr Debüt „Trying To Burn the Sun“ auf den Weg brachten. Offensichtlich lassen die vier Herren sich Zeit, sind doch schon wieder fünf Jahre ins Land gegangen, bis das neueste Werk zu den Plattendealern kommt. Wie schon beim Erstling nehmen SIDEBURN sich wieder die Götter des Seventies-Stadion-Rocks vor und versorgen uns mit ihrer Interpretation des Genres.

Direkt aus den Siebzigern scheinen die Stockholmer auch ins Jetzt katapultiert worden zu sein. Bereits mit den ersten Takten wabern psychedelische Rocksounds aus den Boxen und auch optisch vermittelt das Quartett den Eindruck, als sei vor 30 Jahren die Zeit stehen geblieben. Der Opener „I Am A King“ lässt Erinnerungen an DEEP PURPLE und LED ZEPPELIN wach werden und in „Sweet Wine“ leben auch URIAH HEEP wieder auf. „Top of The World“ klingt derart authentisch, dass kaum vorstellbar ist, dieser Song habe nicht bereits mehrere Dekaden auf dem Buckel. Eher verhalten kommt „When the Day Dies“ daher. Neben Jani Katajas Gesang ist nur das dezente Gitarrenspiel von Morgan Zorec zu hören, bis Frederik Broqvist an den Drums und Martin Karlsson (Bass & Orgel) ins Geschehen eingreifen. Plötzlich überschlagen sich die Geschehnisse, um alsdann wieder zur Ruhe zu gelangen. In epischen 9:52 Minuten breiten SIDEBURN „A Piece of Shade“ aus. Zweifelsohne was für Hartgesottene, hier erreicht der schräge Stonerrock höhere Sphären und braucht der Zuhörer ebenso höhere Weihen. „Soulville“ wird wieder eingängiger, bleibt jedoch dem handgemachten Hardrock der Siebziger tief verbunden. „Farmer Joe“ findet sich irgendwo zwischen KYUSS mit einer Prise THE CULT wieder. Aber auch die etwas bluesigeren Vertreter wie FREE oder FOGHAT haben Einfluss auf den SIDEBURN-Style wie uns das intensive „Another Day In The Blue“ lehrt. Feinsten Desert Rock verspricht das hypnothische „The Sun Will Love You“ und auch der zweite Neun-Minuten-Track „Riding The Rainbow“ geht noch mal in die Vollen ohne Hektik zu verbreiten.

Wahrlich, die Jungs sind eine gelungene Reinkarnation der „großen“ Bands der Siebziger. Auf „The Newborn Sun“ wird nicht einfach abgekupfert, sondern frische Mucke abgeliefert, die sich nicht hinter den Vorbildern zu verstecken braucht. Es hat sich gelohnt, die Arbeiten zum aktuellen Album ruhig anzugehen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und rockt einfach genial. Benannt haben die Schweden sich übrigens nach ihren finnischen Kollegen, den FLAMING SIDEBURNS. Deren Namen hatte Morgan in einem Artikel einer Musikzeitschrift gelesen, fand SIDEBURN irgendwie cool und der Rest ist Geschichte.

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