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SIGHTLESS - Larvae of Trinity

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Artist SIGHTLESS
Title Larvae of Trinity
Homepage SIGHTLESS
Label STAY HEAVY RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Aus Finnland kommt dieser Tage mal wieder massenweise und zu einem fast erschreckend großen Teil auch noch gute Metal-Musik. Ganz sicher gehören die Black Metaller SIGHTLESS dazu, die mit ihrem Debüt „Larvae of Trinity“ Fans von DIMMU BORGIR genau das geben, was viele bei den Norwegern (mittlerweile) vermissen.

Denn ging es bei DB nach „Puritanical Euphoric Misanthropia“ spürbar bergab, nutzen SIGHTLESS dies gnadenlos aus. So finden die Finnen auf ihrem Erstlingswerk die beinahe optimale Kombination aus knallharter Black Metal-Raserei, symphonischen Passagen und nackenbrecherischem Death Metal-Groove. Als ein Beispiel sei an dieser Stelle mal „Vile Gods of Murder by my Side“ erwähnt. Dieser Track sprudelt nur so vor erbarmungsloser Härte, theatralischer Dramatik in den Vocals, groovig-donnernenden Drumsalven und drückenden Riffwänden. Dieser Track kennt keine Gnade! Als weiteres Highlight muss man ganz klar das Titelstück anführen. Einfach großes Kino, wie SIGHTLESS hier die gnadenlose Black Metal-Härte mit thrashigen Riffattacken kombinieren, der grandiose Drummer Creativore seinem Namen aller Ehre macht, im Mittelteil richtig Fahrt aufnimmt und zusammen mit den packenden Riff-Melodien im Refrain einen wahren Ohrwurm zaubert, den Shouter Iwolach eindringlich in die Hirnwindungen des Hörers presst. So energisch, fies und eindrucksvoll hat Sagrath zuletzt bei DIMMUs oben erwähntem Meisterwerk geklungen! Ein weiterer Hammer auf dem durchweg Starken Werk ist dann noch „Beauty Lies in Blasphemy“ geworden. Bei diesem Groove-Killer können die Axtmänner Therium und Antinist ein weiteres Mal ihre starke Performance im Rhythmus- wie auch Lead-Bereich beweisen. Da entwickelt sich der pumpende Kracher durch seine groovige Grundgeschwindigkeit zu einem richtigen Clubhit, bei dem sogar der überraschend aufschlagende EBM-Part perfekt passt. Wenn dann zu den einsetzenden brachialen Riffs die mächtige Doublebass-Walze hinzukommt, dürfte live richtig die Hölle los sein.

Hölle ist ein gutes Stichwort, denn SIGHTLESS sind offensichtlich alles andere als Religions-freundlich eingestellt, Iwolach verpackt seine Aussagen allerdings nicht einfach in schroffen Hasstiraden von der Stange, sondern verpackt seine Message in vielseitige Geschichten und Metaphern. Zusammen mit der fetten Produktion treten SIGHTLESS auf ihrem Debüt mal kurz gesagt richtig Arsch und überzeugen dazu noch durch hohes spielerisches Niveau und gelungenes Songwriting, welches sich einen Dreck um Black Metal-Scheuklappen schert! Kauftipp!

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