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SILENT DECAY - The Pain of Creation

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Artist SILENT DECAY
Title The Pain of Creation
Homepage SILENT DECAY
Label ARTIST STATION RECORDS
Leserbewertung
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Wenn ich mir die vorliegende CD so anhöre, kommt mir zwangsläufig folgende Frage in den Kopf: Warum können sich die meisten deutschen Bands (diese Jungs kommen aus München) noch so anstrengen, ein ansprechendes Release zu veröffentlichen, das womöglich sogar noch internationale Klasse haben soll, aber im Endeffekt kommt doch nur wieder ein wenig erbauliches Werk heraus.

Wie so oft hört man an allen Ecken und Kanten heraus, dass man es mit einer heimischen Band zu tun hat. Dies ist per se natürlich nichts schlechtes, aber wenn man den internationalen Metal-Markt im Auge, ist das Ergebnis leider nicht sehr überzeugend. Zwar wird seitens der Band behauptet, tief im Metal verwurzelt zu sein, doch kommt hier immer noch eher eine Nu-Metal Vergangenheit zum Vorschein. Riffs, die nur auf der tiefen E-Saite gespielt werden, dürfen heutzutage eigentlich nicht mehr auf Tonträger gepresst werden. Ansonsten wird im Gesamt-Sound von SILENT DECAY alles verwurstet, was irgendwie mit Metal im weitesten Sinne zu tun hat. Nur klingt das Ergebnis nicht organisch sondern eher kalkuliert, quasi wie am Reißbrett entstanden. Im Jargon der Zielgruppe zu bleiben, muss man durchaus zugestehen, dass die Platte „amtlich“ produziert ist, trotzdem holpert es zwischendurch immer noch ein wenig und die Snare klingt manchmal arg getriggert. So ist der Sound für meinen Geschmack ein wenig zu synthetisch ausgefallen. Der größte Minuspunkt sind leider die Lyrics. Selbst die einzelnen Textzeilen, die im durchaus nett anzusehenden Booklet (im Metal-Core-Standard-Style gehalten) abgedruckt sind, lassen einem an ein vorhandenes Sprachgefühl für die englische Sprache zweifeln. Texte wie: „Open your eyes, please don´t hide! Sick injustice in the background and we have party and dance around” oder “Ghettos around your Wall-Street shows your feelings for us and your visions” klingen eher nach Babelfish, als nach einem nativen Background. Davon mal abgesehen, dass die Aussage wohl gegen Null tendiert. Der teutonische Akzent verschlimmert diese Situation leider nur noch. Hier fühlt man sich schlimm an andere deutsche Bands wie EMIL BULLS oder 4LYN (musste lange nachdenken, bis mir der Name dieser unsäglichen Band wieder einfiel) erinnert.

Die Jungs haben sicherlich viel Energie in diesen Longplayer investiert, nur ist es ihnen leider nicht gelungen, ein großartiges Werk zu schaffen, sondern nur ein okayes. Die alten SCHWEISSER bleiben wohl doch die einzig wahren Metal-Götter aus Bayern, die haben sich auch wenigstens getraut gleich auf Deutsch zu singen…

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