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SILENT VOICES - Building up the apathy

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Artist SILENT VOICES
Title Building up the apathy
Homepage SILENT VOICES
Label LOW FREQUENCY RECORDS
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SILENT VOICES klingt vorab etwas merkwürdig für eine Hartwurst-Kapelle. Die Finnen haben sich vor gut zehn Jahren gegründet und gaben in den Anfangsjahren DREAM THEATER und RUSH als Haupteinflüsse an. Aktuell liegt mit „Building Up The Apathy“ der dritte offizielle Longplayer bereit. Den Mix besorgte Nino Laurenne (AMORPHIS, WINTERSUN), fürs Mastering zeichnete Svante Forsberg (STRATOVARIUS, APOCALYPTICA) verantwortlich.

„World’s End“ tritt von Beginn an ordentlich aufs Gas, die Rhythmusfraktion spielt sich in den Vordergund. Während der knapp zehnminütigen Spielzeit gibt es mehrere Breaks inklusive des melodischen Refains und ausgiebiger, progressiv angehauchter Soloparts. „Distorted“: Gelungenes Wechselspiel zwischen düsteren und melodischen Passagen, wobei letztere schließlich dominieren. „Once Lost Life“: Überwiegend im Uptempo-Bereich angesiedelter Powermetal Song. Gut! „Blood Of Eden”: Passend zum Text geht es mal aggressiver („Black and cold The condition of my soul”) oder ruhiger (“Sullen tears running down from my eyes”) zu. Dazu eine variable Gesangsleistung von Michael Henneken, ein fast stiller Mittelteil und ein in Erinnerung bleibender Refrain. Stark! „Corridors“: Mit leichter HELLOWEEN Schlagseite. „Hollowed“: Gefühlvolle, aber insgesamt nur durchschnittliche Ballade. „The Realm Of Flames”: Heavy und mit eingestreuten Progelementen. „Into The Flow“: Überlanger Abschlusstrack, der sich abwechslungsreich mit Tempowechseln, härteren und eingängigen Passagen sowie einigen Ohrwürmern präsentiert. Interessant auch die stellenweise an Jon Lord oder Ken Hensley erinnernden Keyboardeinsätze. Alles in allem ein gelungener Schlusspunkt.

Trotz der für die Produktion genannten Referenzadressen schallt der Sound nur durchschnittlich aus den Boxen. Wie aus der Beschreibung der Einzeltitel ersichtlich, weiß das Songmaterial durchaus zu gefallen. Leider oder zum Glück lässt sich die Band nicht in eine bestimmte Metal-Schublade stecken. Für waschechte Proggies nicht verspielt genug und für den gemeinen Powermetal Fan passt es auch nicht hundertprozentig. Fazit: Metalheads ohne Schubladendenken sollten hier reinhören.

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