Band Filter

SILENTIVM - Amortean

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SILENTIVM
Title Amortean
Homepage SILENTIVM
Label SPINEFARM
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Liegt das eigentlich an mir oder veröffentlichen viele Bands in letzter Zeit nur noch Mist? Die einen springen auf den Mainstream-Zug auf, die anderen werden zur Kopie ihrer Selbst und irgendwie hilft es auch nicht, wenn die eigenen Erwartungen mit den Jahren immer höher werden. Im Falle SILENTIVM ist ein weiterer Faktor, die bisherige Schaffensgeschichte der Band zu kennen, denn die Truppe entflieht alten Mustern und macht eine gehörige Wende. Schon vorweg, an sich ist dies sicher kein schlechtes Album, doch wenn man „Amortean“ mal mit den Vorgänger „Seducia“ vergleicht, liegen doch Welten dazwischen.

SILENTIVM waren bisher dafür bekannt, dass sie musikalisch schwer zu definieren waren, doch grob könnte man es mit melodischem Metal im Midtempobereich mit gelegentlichen 80er-Anleihen der Gitarren, einem kleinen Schuss Düstergotik, dezenter Altstimme und Klavier- und Violinenpassagen auf den Punkt bringen. Davon nehmen die Finnen nun Abstand, gesellen sich lieber in die NIGHTWISH Gothicbombast-Ecke und das nur stellenweise rühmlich. Der größte Schreck ist nach dem Opener „Leave the Fallen Behind“, bei dem Sangesdame Riina Rinkinen auf ganzer Linie versagt, zwar zum Glück überstanden, doch schafft es eigentlich nur das stark an NIGHTWISH angelehnte „The Cradle of Nameless“ mit seinem Bombastmittelstück so wirklich zu überzeugen. Zwar kann man an den anderen Songs nicht viel aussetzen, außer dass sie wie „My Broken Angel“ oder „Storm Sight Solicitude“ einfach eine Spur zu seicht daherkommen, doch im direkten Vergleich mit dem sonstigen Schaffen ist hier deutlich ein gewaltiger Schritt nach hinten zu bemerken! Wo sind die Geigen, die Klavierpassagen, die angenehm melancholisch-düsteren Stücke, sprich wo ist diese Band geblieben? Selbst eingefleischte Fans dürften so einen Wandel nur schwer mitmachen, vor allem, da es qualitativ doch abwärts geht.

Nur der Melodie- und Frauenstimmenfraktion zu empfehlen!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

SILENTIVM - Weitere Rezensionen

Mehr zu SILENTIVM