Band Filter

SILVERSUN PICKUPS - Neck of The Woods

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SILVERSUN PICKUPS
Title Neck of The Woods
Homepage SILVERSUN PICKUPS
Label WARNER
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
5.5/10 (16 Bewertungen)

Ich erinnere mich noch gut an den Samstagmittag beim Hurricane 2009, als ich nach einer kurzen Nacht plötzlich von den 2002 gegründeten SILVERSUN PICKUPS aus der Lethargie gerissen wurde. Damals war gerade ihre zweite Langrille „Swoon“ mit dem von mir geradezu verehrten „It’s Nice To Know You Work Alone“ rausgekommen und ich war ziemlich geflasht vom Sound der Prog-Indie-Rocker aus dem sonnigen Kalifornier. Drei Jahre haben wir auf den neuen Longplayer „Neck of The Woods“ warten müssen, doch gut Ding will bekanntlich Weile haben und so viel sei gesagt: das Warten hat sich gelohnt!

Bereits der Opener „Skin Graph“ zieht den Hörer mit seinen sphärischen Melodien in den Bann und der androgyne Gesang von Brian Aubert , dessen Stimme auch schon mal mit dem Organ von Billy Corgan (SMASHING PUMPKINS) verglichen wird, sorgt für eine weitere wohlige Gänsehaut. „Make Believe“ schließt sich mit vertrackten Indie-Sounds an und auch mit der Vorab-Singleauskopplung „Bloody Mary (Nerve Endings)“ unternimmt der Vierer erneut eine akustische Abenteuer-Reise. Hörenswerte Ecken und Kanten bestimmen folgerichtig das rhythmusbetonte „Busy Bees“, während beim verspielt-melancholischen „Here We Are (Chancer)“ durchaus noch der rohe Charme von Auberts Heimdemo zu erkennen ist. „Mean Spirits“ geht derweil in die Vollen und wird dominiert von Nokki Monnigers Tieftöner sowie einem treibenden Vorwärtspreschen, wohingegen „Simmer“ von hypnotischer Dramatik ist und „The Pit“ von dunklen Gedanken getrieben eine dezente elektronische Note einfließen lässt, für die insbesondere Keyboarder Joe Lester verantwortlich zeichnet. Mit dem straight-poppigen „Dots And Dashes (Enough Already)“ beweisen die SSPU erneut ihren Abwechslungsreichtum, um mit „Gun-Shy Sunshine“ einmal mehr leisere Töne anzuschlagen. „Out of Breath“ gefällt mit dem punktgenauem Schlagzeugspiel von Christopher Guanlao, der gemeinsam mit Miss Monniger für Niederfrequenz-Schläge in der Magengegend sorgt, die ihr musikalisches Sahnehäubchen durch Brians unnachahmlichen Gesang erhalten.

Das einzig Negative, was über „Neck of The Woods“ zu sagen wäre, betrifft den Umstand, dass aktuell noch keine Live-Termine für Deutschland geplant sind. Bleibt zu hoffen, dass sich dies noch ändern und bis dahin ist allen Indie-Enthusiasten unbedingt diese Platte der SILVERSUN PICKUPS empfohlen. Wer „Swoon“ und das 2006 er Debüt „Carnavas“ ebenfalls noch nicht sein Eigen nennt, sollte am besten gleich alle drei Alben erwerben – kann nicht schaden!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

SILVERSUN PICKUPS - Weitere Rezensionen

Mehr zu SILVERSUN PICKUPS