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SIMEON SOUL CHARGER - A Trick of Light

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Artist SIMEON SOUL CHARGER
Title A Trick of Light
Homepage SIMEON SOUL CHARGER
Label GENTLE ART OF MUSIC
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Es kommt wohl nicht so häufig vor, dass sich eine komplette Band entscheidet, von Akron/ Ohio nach Bayern zu ziehen. Nun ist die Homebase von SIMEON SOUL CHARGER mit knapp 200.000 Einwohnern nicht gerade ein Millionen-Moloch, aber trotzdem fragt man sich doch, weshalb das Quartett ausgerechnet in München sein Heil gesucht hat. Nun, es ist wie es ist und offensichtlich ist auch die Bajuwaren-Metropole ein guter Ort der Inspiration, wenn es um Psychedelic Rock geht. Immerhin sind hier drei SSC-Alben entstanden. Nach „Meet Me In The Afterlife“ und „Harmony Square“ jetzt „A Trick of Light“ – im Übrigen live vor Fans und Freunden im Studio aufgenommen.

Die Zutaten für die zehn Songs sind neben Psych-Rock, Folk, Blues, Prog-Rock auch Glam und Stoner, was beim eröffnenden „The Prince of Wands (A Trick of Light)“ zunächst einmal bedeutet, dass sich Aaron Brooks (Gesang, Gitarre und Keys), Rick Phillips (Gitarre, Gesang und Mandoline), Spider Monkey (Bass und Banjo) sowie Joe Kidd (Drums, Gesang und Percussion) ganz tief in die Siebziger begeben, ehe die erste Single „Heavy“ dem Ganzen ein knackiges Topping verpasst. Das balladeske „Evening Drag“ lässt an die ehrwürdigen BEATLES denken, während „How Do You Peel“ mit jaulenden Gitarren gefällt. Die psychedelische Karte spielt insbesondere „Where Do You Hide“ und verzichtet dabei zudem gänzlich auf Vocals, die es mit der vertrackt-treibenden „Workers Hym“ jedoch alsbald wieder zu hören gibt. „The Illusionist“ empfiehlt sich nach diesem Ausflug in Prog-Gefilde als wilder Seventies-Hypnotiseur, der abermals ohne Gesang auskommt. Anders als das laszive „Jane (A Bird In Flight)“ und die wummernde Blues-Nummer „I Put A Spell On You“. Bleibt noch das epische „Floating Castles“, das auf der Zielgerade ein wenig DOORS-Flair auf Speed versprüht.

Es ist schon ein wilder Ritt durch die unterschiedlichen Rock-Spielarten, den SIMEON SOUL CHARGER auf ihrem dritten Streich „A Trick of Light“ zum Besten geben. Wie die langhaarigen Zausel jedoch schon rein optisch verraten, wären sie am liebsten in den Siebzigern zuhause. Das schlägt sich eindeutig auch in ihrer Musik nieder, die sicherlich retro, aber niemals altbacken ist.

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