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SINAH - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SINAH
Title s/t
Homepage SINAH
Label FINALTUNE
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (1 Bewertungen)

Rechtzeitig zu den ersten sommerlichen Temperaturen liefert SINAH einen eisig-eleganten Hauch Popmusik aus Cool Britannia zurück in die Heimat. Die Wahl-Londonerin stammt nämlich ursprünglich aus Berlin und ist darüber hinaus auch viel in der Welt herumgekommen. Auf ihrem Debütalbum lassen sich entsprechend breitgefächerte Einflüsse ausmachen, die aber alle eins gemeinsam haben: Sie klingen bereits beim ersten Durchgang gut, beim zehnten allerding umso besser. SINAH schreibt vielschichtige Songs, die allenfalls mit „Elektronik“ bezeichnet werden können. Aber auch dieses Label passt nicht so richtig, denn die Künstlerin verbindet so vielfältige Elemente wie Hip-Hop-Beats, Klavierkaskaden, neon-farbene Keyboardflächen und rauschende Ambientsounds.

Immer präsent sind dabei SINAHs sanft unterkühlte Vocals, die sich wie ein sehnsüchtiger Nebel über die zum Teil vertrackt-düstere Soundlandschaft legt. „R.I.P.“ zum Beispiel beginnt als industriell hallendes Geräuschemeer und entwickelt sich im weiteren Verlauf zu einem melancholischen Elektrowalzer zwischen BJÖRK und AIR. Beinahe jeder der zehn Songs hat Hitqualitäten. Das heißt kaum, dass SINAH im Radio rauf- und runtergespielt werden wird, dazu sind ihre Stücke – trotz aller Verträumtheit und Harmonie – eine ganze Spur zu clever. Aber jedes Stück birgt ein besonderes Potenzial, das zwischen kreativem Anspruch und Bauchdenken, ganze Abgrunde aufzuwerfen vermag… Alles andere als eine Partnerplatte zum Kuscheln, sondern eher eine, die Fragen aufwirft und zum Selbstdenken anregt. Und das kann durchaus auch auf dem Dancefloor gemacht werden.

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