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SINGLE MOTHERS - Through A Wall

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Artist SINGLE MOTHERS
Title Through A Wall
Label BIG SCARY MONSTERS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Untätigkeit kann man Drew Thomson wohl nicht vorwerfen. Im letzten Jahr erst ist „Our Pleasure“ veröffentlich worden – wohlgemerkt, nachdem er im Grunde ohne ausreichend Songs und Musiker ins Studio gegangen war. Herausgekommen waren zehn Songs, bei denen es über eine gute halbe Stunde ordentlich was auf die Mütze gab, was aber im Vergleich zum aktuellen „Through A Wall“ geradezu poppig wirkt. Mr. Thomson ist neben dem Produzenten und Perkussionisten Ian Romano die einzige Konstante der Post-Hardcore-Formation SINGLE MOTHERS, die seit 2009 ihre Homebase in London/Ontario hat.

Wie aus dem Nichts erschien der jüngste Streich Anfang September digital, nun ist er auch physisch zu haben und markiert eine deutliche Veränderung in Drews Leben. Es ist das erste SINGLE-MOTHERS-Album, das er geschrieben hat seit er trocken ist. Erstmals war nicht der Alkohol Quell der Inspiration und so ist „Through It All“ an einem Wendepunkt in seinem Dasein eine sehr persönliche Platte geworden, auf der er es mal wieder nach allen Regeln der Kunst krachen lässt. Gefangene werden nämlich nicht gemacht, das unterstreicht bereits der Opener „ Marathon“ und auch „24/7“ über die ermüdende Routine auf Tour und im Studio lässt nichts anbrennen. Die erste Single „Switch Off“ erklärt den inneren Dämonen mit wütendem Tempo den lebenslangen Kampf, wohingegen das melancholische „Stoic/Pointless“ für einen Moment vom Gas geht, ohne es am nötigen Druck mangeln zu lassen. Auch „Across The Couch“ sticht mit seinen Melodien ein wenig aus dem rotzigen Gesamtkonzept heraus, das vollgepackt mit fetten Riffs, halsbrecherischen Tempowechseln und zum Moshen einladenden Breakdowns geradezu schwindelig macht.

In diesem Sinne erwartet den geneigten Hörer mit „Signs“ und „Evidence Locker“ ein brachiales Finale, eines halbstündigen Höllenritts. Drew Thomson hat sich für „Through A Wall“ ganz offensichtlich einmal mehr die richtigen Leute zur richtigen Zeit ins Studio geholt und auch der Umstand, dass der Alk nicht mehr mit von der Partie ist, hat SINGLE MOTHERS hörbar gut getan.

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