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SIR SIMON - Repeat Until Funny

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Artist SIR SIMON
Title Repeat Until Funny
Homepage SIR SIMON
Label GRAND HOTEL VAN CLEEF
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Simon Frontzek nennt sich SIR SIMON, wenn er „eigene“ Musik macht. Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass er mit „Goodnight, Dear Mind…“ eine Platte rausgebracht hat. Untätig war er in der Zwischenzeit allerdings nicht. Er hat in befreundeten Bands mitgespielt, Film- und TV-Musik gemacht und etliche Veröffentlichungen anderer Musiker produziert. So auch unlängst die zweite Langrille „Best Western“ von Rudi Maier aka BURKINI BEACH. Kollege Rudi hat dann auch gleich mal die Tasten und Regler bei „Repeat Until Funny“ übernommen und so erscheinen beide Langrillen jetzt parallel beim Indie-Label Grand Hotel van Cleef.

Fast könnte man meinen, dass die Aufnahmen auch in den Räumlichkeiten der Plattenfirma stattfanden und zufällig der Mitbegründer THEES UHLMANN anwesend war, der dann auch gleich mal in die Saiten gegriffen hat, als es galt, das tiefenentspannte „Bad With Faces“ einzuspielen. Sönke Torpus, der drei Alben seiner Kapelle TORPUS & THE ART DIRECTORS bei GHvC veröffentlicht hat, war demnach ebenso gerade vor Ort und mit ihm Jenny Apelmo Mattsson, die auch schon bei TORPUS & THE ART DIRECTORS involviert war. Also haben die beiden ebenfalls direkt mitgemacht – Jenny etwa am Mikro des energiegeladenen Openers „A Little Less Bored“ und Sönke an der Gitarre beim intimen „Say No“. Gern gesehener Gast für die weiblichen Vocals war Maria Taylor, ihres Zeichens Teil des US-Indie-Pop-Duos AZURE RAY und auch die Trompete von SVEN REGENER ist bei SIR SIMON ebenso wie bei BURKINI BEACH zu hören. Nach einem ziemlich flotten Einstieg mit „A Little Less Bored“ und dem nachfolgenden „Strangers & Ghosts“, gefällt „Side Effects“ mit leiseren Klängen, bevor das feine „Smoke Alarms“ wieder ein wenig mehr Tempo macht. „How To Land a Plane“ ist eine reduzierte Songperle mit ganz viel Tiefgang, während „A Brand New Chord“ rhythmusbetont übernimmt und sich ein intensiver Zwiegesang zwischen Simon Frontzek und Hannah Weidlich (der weibliche Teil von HANNAH & FALCO – Falco Eckhof ist auch auf „Bad With Faces“ zu hören) entwickelt. Ein gerüttelt Maß an Melancholie bringt „Singer Not The Song“ mit, ehe „Not Coming Home“ den Reigen mit der gleichen emotionalen Nummer enden lässt, die auch der Closer auf „Best Western“ ist.

Keine Frage: „Repeat Untill Funny“ und „Best Western“ sind sich durchaus ähnlich. Kein Wunder, denn Simon Frontzek aka SIR SIMON und Rudi Maier aka BURKINI BEACH haben eng zusammengearbeitet und eigentlich kann die logische Konsequenz nur sein, dass die Jungs zusammen mit ihren ganzen Buddies, die an beiden Longplayern mitgewirkt haben, auf Tour gehen. Tja, wenn das mit diesem verdammten Virus nur alles so einfach wäre… Aber irgendwann kommen bessere Zeiten und bis dahin bleibt uns die Konservenkost, die zwar nicht ganz ans Live-Vergnügen drankommt, aber auf jeden Fall sehr wohlklingend ist.

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