Band Filter

SISTER DEW - Porcelain & Concrete

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SISTER DEW
Title Porcelain & Concrete
Homepage SISTER DEW
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.9/10 (23 Bewertungen)

Es hat ein paar Wochen gebraucht, bis die Info auch in der ostwestfälischen Provinz angelangt ist: Die Ruhrgebiets-Girls-Powerrock Formation SISTER DEW legt nach ihrem Debüt von 2006 nun endlich mit der EP „Porcelain & Concrete“ neue Kohlen aufs Feuer. Inzwischen haben sich die Schwestern mit Male-Sister Andreas einen Mann ins Haus geholt, neben der Bearbeitung der Felle sicherlich auch fürs Bierkisten-Schleppen und wenn’s mal um allzu kniffeliges Technik-Gefrickel geht, sehr nützlich.150 Auftritte sind in den letzten Jahren zusammen gekommen, da wurde es ja echt langsam Zeit, mal wieder eine Scheiblette für den Hausgebrauch zu produzieren.

8 Titel sind darauf versammelt und die Tür wird nicht geöffnet, sondern gleich eingetreten: „War is on“ macht dem Titel gerecht keine Gefangenen. Ordentlich straight nach vorne lebt das Stück mal wieder von Olgas kraftvollem Organ, den gebremsten Zwischenteil singt sie in ihrer Muttersprache weiter, ein netter Kontrast. Mit Stakkato-Riffs schiebt sich die Dampfwalze „The train track“ in die Gehörgänge, um dort dank schöner Hooks länger nachzuhallen. Da können die gerade wiedervereinten GUANO APES von mir aus gerne wieder einpacken. Zunächst verträumt-schunkelig präsentiert sich „Lost between the day“. Melodie, Rhythmus und ansteigende Dramaturgie, alles gut auf den Punkt gebracht. Ab ins Unterholz geht es mit „All about“ und daran dürften vor allem alteingesessene Darkwaver und Otto Normalgruftis Gefallen finden, für mich der stärkste Track der Scheibe. Mitwippen ist bei „Wreck me“ garantiert, das im Refrain ordentlich aufdreht, inklusive einer leicht hysterischen Gesangslinie, die sicherlicht nicht jedermanns Nerv trifft, meinen schon. Mit „Porcelain snow“ schließt sich das langsamste Stück an und auch hier weiß Olga kraft- und gefühlvoll zu überzeugen. „Great choice“ und „Out of reach“ wurden in den Horus-Studios in Hannover aufgenommen und man hört ihnen die Mitarbeit von Dirk Riegner (u.a. HIM, GUANO APES) an. Ungebremst und mit einigen Elektro-Spielereien versehen gibt das Quartett zwei Beispiele besten melodischen Powerplays.

Die Richtung beibehaltend marschiert „Porcelain & Concrete“ mit großen Schritten kraftstrotzend weiter nach vorn, stellt eine konsequente Weiterentwicklung dar und macht Lust auf den nächsten Livegig. Bis dahin aus den unbedingt aufgedrehten Boxen genießen!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

SISTER DEW - Weitere Rezensionen

Mehr zu SISTER DEW