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[:SITD:]/ PAINBASTARD - Klangfusion Vol. 1

VN:F [1.9.22_1171]
Artist [:SITD:]/ PAINBASTARD
Title Klangfusion Vol. 1
Homepage [:SITD:]/ PAINBASTARD
Label ACCESSION RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.7/10 (15 Bewertungen)

Eine clevere Idee: 2 Labelkünstler vereint auf einer Doppel Maxi Veröffentlichung, die zudem in naher Zukunft auch noch zusammen touren werden. Das nennt man Synergie-Effekt. Mit [:SITD:] und PAINBASTARD präsentieren 2 der renommiertesten Accession Formationen jeweils einen zentralen neuen Track, um den einen Haufen Bearbeitungen und Bonussongs gestrickt wurden, natürlich remixed man sich auch gegenseitig. Fast 100 Minuten Musik, 18 Stücke, davon 11 Variationen und das für preisgünstige 12 Euro.

[:SITD:] eröffnen den Reigen mit „Kreuzgang“, einem nahezu archetypischen Stück für das Ruhrgebietsduo (Francesco nicht zu vergessen). Gut produziert, stampfender Midtempo, dahingehauchter deutscher Gesang, mittendrin ein prägnantes Sample. Nichts wirklich Neues und auch nicht gerade ein Klassiker aber dennoch recht ansprechend gemacht. Sagen wir mal alle zusammen „Stagnation auf hohem Niveau“. „Atonement“ fällt noch etwas ruhiger und atmosphärischer aus, während das leicht experimentelle „Metamorphosis“ ein wenig in PRODIGY-Gefilden wildert. Für die Zukunft würde ich mir dennoch etwas mehr Mut zu Veränderung wünschen. Bei den Remixen geschieht das Erwartete: AGONOIZE aggressivieren den Titel ein wenig, ANGELS & AGONY runden die Kanten, ROTERSAND erinnern überraschenderweise hier und da an AND ONE. Als besonders gelungen möchte ich aber die sehr ausgefeilte PAINBASTARD Version bezeichnen und die abschließende Quasi-Komplett-Neuinterpretation von DIORAMA, KLANGSTABIL und einem gewissen VA:SEE (dahinter kann ja eigentlich nur ein ganz bestimmter Herr stecken…).

PAINBASTARD aka Alex toppen diesen ersten Silberling allerdings meiner bescheidenen Meinung nach noch. Zwar fällt auch „Nyctophobia“ verhältnismäßig langsam (also mittelschnell aus), die ausgefeilten Melodielinien und der aggressive Gesang lassen aber schon nach kurzer Zeit mitsummen. Übrigens versteht man unter Nyktophobie die krankhafte/ unbegründete Angst vor Nacht und Dunkelheit, im Kontext dieser CD offensichtlich verbunden mit dem Tatbestand der Kindesmisshandlung (siehe insbesondere die Samples). Auch hier haben sich einige namhafte Remixer wie beispielsweise ASSEMBLAGE 23 oder IN THE NURSERY versucht. Allerdings stechen THIS MORN’ OMINA und STRAFTANZ hervor, die vor allem im percussiven Bereich sehr interessante Ansätze verfolgen. Desweiteren können die in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen „Originalbands“ entstandenen „Torn“ und „MenschFeind“ überzeugen, die immer noch sehr nach DIORAMA bzw. DIARY OF DREAMS klingen und somit für ein gehöriges Maß an Abwechslung auf „Klangfusion Vol. 1“ sorgen.

So gibt es denn nur wenig an dieser Doppelscheibe zu bekritteln, ein wenig wird das Ohr durch die ständigen Wiederholungen der beiden Opener überstrapaziert und hier und da wird zuviel auf Altbewährtes gesetzt, doch für Fans der beteiligten Acts sollte es überhaupt keinen Grund geben, sich nicht mit diesem Leckerli für die anstehende „Bestie: Mensch“-Gastspielreise warm zu tanzen.

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