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SKINDRED - Shark Bites and Dog Fights

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Artist SKINDRED
Title Shark Bites and Dog Fights
Homepage SKINDRED
Label BIELER BROS.
Leserbewertung
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7.0/10 (2 Bewertungen)

„Das ist der Sound, den wir kreieren, das ist der Sound, den wir machen, das ist der Sound, den ich mag. Was soll ich machen? Egal, ob alle interessiert daran sind, oder keiner: Ich mache das, was ich liebe.“ Diese Worte gab mir Frontmann Benji Webbe vor fast einem Jahr mit auf den Weg, als die „Crossover-für-Kenner“ Band namens SKINDRED Station in Deutschland machte.

Seiner eher pessimistischen Sicht auf Labels und das Musikgeschäft im Allgemeinen kann erst einmal Entwarnung gegeben werden, denn das neue Album „Shark Bites And Dog Fights“ erscheint wieder auf Bieler Bros., was hinsichtlich der Vergangenheit der Band schon fast einem Wunder gleich kommt. Stießen die makellosen musikalischen Erzeugnisse, an denen Mr. Webbe beteiligt war, meist auf wenig Gegenliebe der Käufer. Dementsprechend schnell wurde man wieder vor die Tür gesetzt… Nun scheint sich die Güte der Ragga-Metaller doch langsam herumzusprechen, woran die überzeugenden, energetischen Live-Shows sicherlich nicht auch ganz unschuldig sind. Zudem war „Roots Rock Riot“ ein verdammt tightes Album voller Hits für den alternativen Tanzflur.

„Shark Bites and Dog Fights“ macht titel- und Artwork-technisch äußerlich erst einmal eine harte Figur, der Inhalt kommt allerdings gemäßigter als zuletzt aus den Lautsprechern herüber geschwappt. „Corrupted“ ist sicherlich das poppigste Stück in der Laufbahn der Band (Ohrwurm, ik hör dir trapsen!), auch „Who Are You“ fließt samt seinem organischen Drum N Bass Beat ebenfalls eher beruhigend dahin. „Invincible“ und „Stand For Something“ sind jedoch SKINDRED Kracher in Reinkultur, die für ordentlich Laune sorgen. Augenscheinlichste Veränderung: Benji verzichtet größtenteils auf seinen charakteristischen Ragga-Gesang und suhlt sich in „normal“ vorgetragenen Melodien. Dabei macht er natürlich weiterhin eine tadellose Figur, gehört er doch zu den besten Vertretern seiner Zunft. Trotzdem ist ein Stückchen Biss verloren gegangen… Das schon bekannte EDDY GRANT-Cover „Electric Avenue“ sowie „Days Like These“ nehmen auch noch mal Platz auf dem Silberling, bleiben sechs neue Tracks, die SKINDRED anno 2009 präsentieren. Da die Band selbst von einer EP spricht, ist das natürlich ein reeller Gegenwert, den der Fan hier erhält (wenn sich die Preispolitik natürlich dementsprechend verhält!). Produktionstechnisch wird sich hier auf jeden Fall keine Blöße gegeben, alles kommt glasklar mir ordentlich Wums ausgestattet, in den Gehörgang geschallt.

„Shark Bites And Dog Fights“ lässt sicher eher als Appetizer für zukünftige Großtaten verstehen, ist als EP aber sicherlich uneingeschränkt empfehlenswert. Wer die Chance hat, einem Live-Auftritt des Waliser Fünfers beizuwohnen, sollte davon unbedingt Gebrauch machen. Selten hatte Crossover soviel Herz, Melodie und Aussage!

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