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SKINNY PUPPY - Back and Forth Vol. 7

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Artist SKINNY PUPPY
Title Back and Forth Vol. 7
Homepage SKINNY PUPPY
Label SUBCONSCIOUS
Leserbewertung
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6.9/10 (9 Bewertungen)

Schon früh war klar, dass 2007 ein gutes Jahr für jeden SKINNY PUPPY Fan werden würde. Nicht nur neues Album und Tour, auch die „Back and Forth“-Reihe geht mit Vol. 7 in ihre sechste physische Veröffentlichung. Vol. 1 war ursprünglich eine Kassette in einer Metallbox, deren Preis bei Ebay selbst mir zu hoch ist, Vol. 3/ 4 erschien als Doppel-CD, deshalb nun also erst die sechste Ausgabe. „Back and Forth“ enthält Stücke, die es in dieser Form nicht auf offizielle Releases geschafft haben, oder rare Livemitschnitte. Vol. 7 widmet sich der sicherlich chaotischsten und dramatischsten Phase ihres Schaffens. Die Zeiten von „Last Rights“ und „The Process“, die schließlich zum Bandsplit und Herointod von D.R. Goettel führten. Bis auf offensichtlich betitelte Tracks wie die Demoversionen von „Amnesia“, „Candle“ und „Process“ fällt selbst mir es schwer, eine genaue Abtrennung vorzunehmen, welcher Titel in welche Periode fällt.

Einem Großteil der Tracks bzw. Soundfragmente merkt man sehr deutlich die Zerrissenheit während der Produktion an. Viele sind nur kurze, lärmige und obskure Konstrukte. Exemplarisch mögen hier „This is your terror“, „Mindfuck 17“ oder der Opener „First Night in Malibu“ stehen. Ein Gegenpart stellen z.B. „Wrong rip Fixin“ oder „Sters 150“ da, ihnen merkt man schon deutlich die Richtung an, die cEvin und Dwayne wenig später bei DOWNLOAD verwirklichen sollten. Wen auf „Mythmaker“ Songs wie „Jaher“ und „Haze“ verblüfft haben, sollte sich die Songs „Blood“ und „All in her mind“ (bis auf den Schluss) zu Gemüte führen, zeigen sie SKINNY PUPPY schon zu dieser Bandepoche von einer sehr balladesken Seite. Während die Originale von „Candle“ und „Amnesia“ straight daher kamen, zeigen sich die Demoversionen „Disco Infernal (raw candle)“ und „Hud (Amnesia Odd)“ sehr verspielt. Die beiden längsten Tracks der „Back and Forth Vol 7“, „Kstorm“ und „Haunted“ stellen für mich gewissermaßen auch die Highlights dar. Präsentieren sie doch irgendwie noch am besten die Arbeitsweise, die SKINNY PUPPY ausgezeichnet hat. Eine Prise Chaos, überraschende Wendungen und viel Intensität beim Hören. „Those load neighbours“ wirft die spannende Frage auf, wer zuerst da war, oder ob einer vom anderen abgeguckt hat? Ist der 1997 erschienene Song „Talons Grasp“ von DECREE doch fast eine Kopie dieser Komposition.

„Back and Forth Vol. 7“ ist nicht im Handel erhältlich, sondern nur über die Subconscious-Seite zu beziehen. Quasi ein Pflichtprogramm für jeden Fan, all denjenigen, die noch nie mit SKINNY PUPPY in Berührung gekommen sind, kann ich nur ernsthaft von dieser Veröffentlichung abraten und empfehlen sich erst mal mit dem offiziellen Backcatalogue heranzutasten, bevor sie sich in die Tiefen ihrer Abgründe vorkämpfen und entnervt aufgeben werden.

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