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SKY ARCHITECTS - The Promise of Tomorrow

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Artist SKY ARCHITECTS
Title The Promise of Tomorrow
Homepage SKY ARCHITECTS
Label VME
Leserbewertung
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7.0/10 (3 Bewertungen)

Die hier tätigen Himmelsarchitekten sind in Dänemark ansässig und haben die letzten fünf Jahre damit zugebracht, an ihrem Debüt „The Promise of Tomorrow“ zu arbeiten. Ihren Stil nennen die vier Herren selbst Doom-Pop und wollen auf diese Weise wohl verhindern, in eine der „Post“-Schubladen gesteckt zu werden. Tatsächlich wäre das Etikett Postrock allerdings auch nicht verkehrt.

In diesem Sinne startet der instrumentale Opener „The Promise“ zunächst recht verhalten, um schließlich massiven Gitarrenwänden den Vortritt zu lassen, mit denen es auch beim folgenden, über sieben Minuten langen „Fade Out“ weitergeht. Die Stimme von Gitarrist Mr. Fast gibt es hier erstmals nach knapp fünf Minuten zu hören und überhaupt halten sich die Nordlichter mit gesanglichen Beiträgen bei ihrer Mucke eher zurück. Gefühl- und druckvoll schließt sich „We Will Never Forget This“ an, diesmal mit mehr Vocals versehen, die im Laufe des zunächst eher sanften Vortrages erneut auf eine epische Langaxt-Breitseite treffen. Verträumt und mit weiblichem Gastgesang empfiehlt sich „All Free Must Fly“. Für meinen Geschmack ein bisschen zu substanzlos; das Ganze klingt in meinen Ohren wie sich Zuckerwatte im Mund anfühlt: süß und klebrig, aber ansonsten gegenstandslos. Gehaltvoller ist da „Waves of Light“ ausgefallen, wenngleich die Popattitüde nicht zu überhören ist und ich persönlich ein bisschen mehr Wumms durchaus zu schätzen wüsste. Den sparen sich die SKY ARCHITECTS gern bis zum Ende ihrer Songs auf. Soll wohl dem Spannungsbogen dienen, manchmal wäre etwas mehr Schmackes zwischendurch jedoch dem Hörvergnügen durchaus zuträglich. Immerhin muss darauf beim abermals instrumentalen „The Dark Wave“ niemand warten, denn hier lässt es der Vierer von Beginn an krachen, dafür kommt die „Ruhephase“ zum Schluss, was aber auch absolut in Ordnung geht. Etwas vertrackter und weiterhin gesanglos präsentiert sich „Breach These Walls“, bevor die getragene Piano- und Streicher-Nummer „Ignite“ wieder Mr. Fasts Stimme hören lässt. Eine gewisse Dramatik ist dem Stück nicht abzusprechen und die bleibt auch beim treibenden „Endzeit“ erhalten. Es wird einmal mehr mit den Tempi gespielt, während das Mikrofon nicht benötigt wird und erst beim abschließenden „Procession of Hearts“ erneut zu Ehren kommt. Hier ziehen die Dänen noch einmal alle Postrock-Register und vergessen dabei nicht, auch den schwermütigen Herzen ein bisschen Futter zu geben.

Hier und da hakt es bei „The Promise of Tomorrow“ ein wenig an der Struktur und dem roten Faden, der die Spannung hält. Insgesamt ist der Erstling aber durchaus eine Empfehlung für Postrock-Liebhaber, die sich von der bandeigenen „Doom-Pop“-Klassifizierung nicht verwirren lassen und auf metallische Riffs mit progressiven Einschüben und Atmosphäre stehen.

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