Band Filter

SLAG IN CULLET - Time to Explode

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SLAG IN CULLET
Title Time to Explode
Homepage SLAG IN CULLET
Label HEADROOM RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Im Dreiländereck-Städtchen Basel sind die drei Members von SLAG IN CULLET zu Hause, wo sie bereits im vergangenen Jahr ihr Debüt „Time To Explode“ veröffentlicht haben. Mit dem Alternative-Metal-Silberling stellt sich das Trio jetzt auch dem deutschen Publikum, das energetische Mucke mit leisen Passagen und brachialen Parts erwarten darf.

Den Anfang macht der wütende Titeltrack „Time To Explode“, der es ordentlich krachen und die Stimme von Andy Röösli (Sänger, Gitarrist, Pianist und Songschreiber in Personalunion) zwischen Emo und Screamo changieren lässt. Derweil machen die Kollegen der Rhythmusfraktion (Rafaela Dieu am Bass und David Burger – zuständig für Drums und Samples) angemessen Druck, der auch beim folgenden „Blame“ erhalten bleibt, auch wenn die Nummer insgesamt weniger kantig rüberkommt. Auf „My Fire“ zeigt sich die seit 2005 agierende Kapelle mitsamt Cello von ihrer ruhigen, balladesken Seite, bevor mit der ersten Singleauskopplung „Rubber Heart“ heftiges Bassgrollen einsetzt. „Sick Circus of Love“ gibt sich weniger straight und setzt stattdessen auf mehr Emotionen, die bei „Saved My Soul“ erneut einen aggressiven Unterton erhalten. Bei „Those Stripes“ stehen einmal mehr dramatische Gefühle auf dem Programm, die für meinen Geschmack eine Spur zu pathetisch ausgefallen sind. Fast scheint es so, als sei SLAG IN CULLET auf den letzten Metern ein wenig die Puste ausgegangen, denn auch „Fade Away“ und „In Memories“ können die hohe Schlagzahl der ersten Stücke nicht halten und verlieren sich ein bisschen in Beliebigkeit, ehe „Cotton Rose“ im Finale noch einmal in die Vollen geht.

Über den kleinen Durchhänger auf der Zielgeraden wollen wir mal gnädig hinwegsehen. Live ist so eine kleine Verschnaufpause vielleicht auch gar nicht so verkehrt. Außerdem mäkel ich auf hohem Niveau, denn „Time To Explode“ ist zweifelsohne durchgängig hörenswert, wobei mein Favorit eindeutig „Rubber Heat“ ist. Wenn die Combo bei allen Songs auf derart massive Bassbeschallung achtet, gibt’s für mich auch zukünftig nichts mehr zu meckern.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

SLAG IN CULLET - Weitere Rezensionen

Mehr zu SLAG IN CULLET