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SLAM & HOWIE - Guilty

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Artist SLAM & HOWIE
Title Guilty
Homepage SLAM & HOWIE
Label N-GAGE
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Wir haben THE BOSS HOSS und TEXAS LIGHTNING und die Eidgenossen SLAM & HOWIE (AND THE REVERVE MEN). Seit 2006 geben sich die Herrschaften dem „Bastard-Speed-Country“ hin. Sie tun dies insbesondere live, in den letzten zwölf Monaten dürften lockere 100 Live-Gigs absolviert worden sein, dazwischen blieb allerdings auch noch Zeit für neue Songs, von denen dreizehn jetzt auf einem Silberling für die Ewigkeit konserviert wurden.

Neben elf eigenen Kompositionen haben sich Lt. Slam (Vocals, A- & E-Guitars), Howie (Drums, Percussion, Backing Vocals), Ringo (Electric Guitar, Backing Vocals, Mandoline) und Django (Bass, Backing Vocals) auch zwei Punkrock-Klassikers angenommen. Zunächst hat es die RAMONES mit „Blitzkrieg Bop“ erwischt. Die Nummer ist deutlich entschleunigt worden und kann jetzt auch gefahrlos in jedem Saloon des amerikanischen Outbacks gespielt werden. „Story of My Life“ (im Original von SOCIAL DISTORTION) wurde hingegen im Grunde nur mit ein paar Country-Details gespickt und schon passte der Song auch zu den des Verrats schuldig gesprochenen Western-Muckern. Ansonsten sind SLAM & HOWIE ihrem Style treu geblieben. Egal ob flotte Mandolinen auf „Bastard Speed Country Boys“ oder tanzbare Melodien bei „Discotheque” – das Ergebnis sind knackige Songs in Cowboymanier, die so ähnlich auf von THE BOSS HOSS kommen könnten. „You Ain’t Free“ macht ordentlich Tempo, während die Geschichte über einen todkranken Trinker („Doc Holliday“) sofort ins Bein geht. Wie beim Titel „Irish Grass“ nicht anders zu vermuten, kommen hier noch Irish Folk-Elemente hinzu, die nicht zuletzt in einer fröhlichen Fidel zu hören sind. „Pedal To The Metal“ zählt hingegen zu den ruhigen Vertretern für einsame Stunden am Lagerfeuer, bevor ein russischer Seemannschor „Uncle Sam And His Beloved Sputnik“ anstimmt. Eine schräge Nummer, die Aki Kaurismaki sicherlich noch in einem Film verwerten kann. Vergnügungssüchtige Trunkenbolde spielen beim rockigen „Mardi Gras“ eine tragende Rolle, dann darf „The Greenhorn“ Old School Country präsentieren. In diese Richtung geht auch die Single „Walk Away“, die gekonnt das Thema Fernweh umsetzt. Bleibt noch „Ballad of An East German Girl“, bei dem Cowboys und Cowgirls endlich auf Tuchfühlung gehen können.

Wie es scheint, ist noch kein Ende des Country-Hypes erkennbar. Was SLAM & HOWIE im Vergleich zu den deutlich erfolgreicheren THE BOSS HOSS fehlt, ist wohl der Spaßfaktor, den die Spreecowboys mitbringen. TEXAS LIGHTNING bestechen derweil mit ihrer liebreizenden Miss Comerford, aber für zwischendurch sind SLAM & HOWIE mit ihren RESERVE MEN auch keine schlechte Wahl.

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