Band Filter

Request did not return a valid result

SLAUGHTER BEACH DOG - Safe And Also No Fear

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SLAUGHTER BEACH DOG
Title Safe And Also No Fear
Homepage SLAUGHTER BEACH DOG
Label BIG SCARY MONSTERS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Jake Ewald hat mit seinen letzten beiden SLAUGHTER BEACH, DOG-Alben einen ganz bestimmten Sound geschaffen. Einen Sound, der Popmusik, Indie-Rock, Folk und eine kleine Prise Punk beinhaltet und dabei hilft etwas zu kreieren, das zugänglich, aber dennoch künstlerisch anspruchsvoll und facettenreich ist. Mit „Safe And Also No Fear“, dem dritten Album, hat Ewald diese gewohnten Praktiken aufgegeben, um etwas zu machen, das, wie sehr man es auch versuchen mag, nicht so einfach zu beschreiben ist.

Nach „Birdie“ (2017), einer Platte voller warmer Töne und sprudelnder Pop-Hooks, kann „Safe And Also No Fear“ nicht anders, als sich der Dunkelheit zuzuwenden. Die Musik wurde nicht von der Außenwelt beeinflusst – so unausweichlich es auch sein mag – sondern durch die dramatischen Veränderungen des Innenlebens eines Menschen. Während Ewald einst engmaschige Vignetten über Charaktere erzählte, die die Menschen in seinem Leben widerspiegelten, steht Jake auf „Safe And Also No Fear“ (bildhaft gesprochen) nackt im Zentrum des Longplayers und hinterfragt alles, was er über sich selbst weiß. Um ihn herum spielen der Bassist Ian Farmer, Gitarrist Nick Harris und Schlagzeuger Zack Robbins Songs, die dichte, wirbelnde Zusammenhänge schwieriger Fragen und schwer erarbeiteter Erkenntnisse aufweisen – eine Art, die sich in den akzeptierten Strukturen der Popmusik nicht unbedingt ausdrücken lässt – was jedoch keinesfalls bedeutet, dass es dem Ganzen an Eingängigkeit fehlt!

„Safe And Also No Fear“ ist vielleicht so etwas wie eine gewagte Einstellung, nicht unbedingt wegen der Musik, sondern eher, weil der Bandleader seine künstlerischen Tendenzen hinterfragen und sich von seinen Gewohnheiten lösen musste, um etwas zu schaffen, von dem er nie gedacht hätte, dass er es schaffen könnte. Dafür musste er seiner Kapelle vertrauen, mit der Ewald ein ganzes Jahr lang zusammengearbeitet hat. Ganz im Gegensatz zu „Birdie“, wo der Fronter jedes Instrument selbst spielte, sind die Fingerabdrücke aller Bandmitglieder auf „Safe And Also No Fear“ zu hören. Und obwohl das Album ein Produkt von Jake Ewald ist, der sich seiner Vision verschrieben hat, ist es auch ein Beweis dafür, dass Farmer, Harris und Robbins in der Lage sind, SLAUGHTER BEACH, DOGS klangliche Grenzen auf subtile und eindrucksvolle Weise zu erweitern.

Das Ergebnis dieser fruchtbaren Zusammenarbeit ist „Safe And Also No Fear“, ein Album, das keine einfachen Hinweise auf seine Einflüsse oder Absichten gibt, sondern vage Skizzen darüber liefert, wie es sich anfühlt, eine Person zu sein, die ständig verwirrt und ängstlich ist, jedoch voll und ganz darauf bedacht, einen Weg aus diesem Zustand zu finden. Es ist nicht einfach und Jake ist nie belehrend, doch die Botschaft kommt immer weiter durch, je öfter man den Silberling hört. Jeder Teil von „Safe And Also No Fear“ beinhaltet ein gewisses Risiko und genau das macht es so schön, hörenswert und abwechslungsreich. Es ist eine Langrille, bei der sich eine Band voll und ganz ihrer Kunst verschrieben hat, obwohl jeder ihnen etwas anderes raten würde. Und wenn man ganz genau zuhört, ergibt das alles wirklich einen Sinn. Und selbst, wenn man nur mit einem Ohr dabei ist, spürt und hört man die Kraft der Kompositionen und das Herzblut der beteiligten Künstler.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

SLAUGHTER BEACH DOG - Weitere Rezensionen

Mehr zu SLAUGHTER BEACH DOG