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SLEIGH BELLS - Bitter Rivals

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Artist SLEIGH BELLS
Title Bitter Rivals
Label MOM + POP MUSIC
Leserbewertung
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9.6/10 (5 Bewertungen)

Gerade mal 20 Monate nach dem Album „Reign Of Terror“ kommt mit „Bitter Rivals“ schon der Nachfolger raus. Das New Yorker Duo bestehend aus Derek E. Miller an der Gitarre und Alexis Krauss am Gesang spielen eine eigenwillige Mischung aus Rock, Pop und Elektronika. Das Ganze hörte sich auf den letzten beiden Alben schon sehr originell an, was ein Kompliment ist, denn Originalität sucht man ja heutzutage bei den neuen Bands meist vergeblich. Also was tischt uns das Duo jetzt auf?

Fangen wir mir mal mit Ihrer ersten Single „Bitter Rivals“ an. Noise-Pop ist das Erste was einem dazu einfällt, man hört eine akustische Gitarre, Hundegebell, schriller Gesang und viel Elektronika heraus. Nicht schlecht, aber bei weitem nicht überzeugend. Aber das war auch der einzig positive Aspekt des Longplayers. Irgendwie hört sich der ganze Silberling unentschlossen an. SLEIGH BELLS integrieren ihren eigenwilligen Sound von den ersten beiden Langrillen nur noch selten mit ein. Es geht hier mit großen Schritten Richtung Elektro-Pop. Als Produzent angelte man sich diesmal Andrew Dawson, der auch schon für KANYE WEST und BEYONCÉ gearbeitet hat. Ist das jetzt schon ein schlechtes Omen? Na ja, gut hat es ihnen sicher nicht getan, denn alles klingt überproduziert, einfach zu glatt. Nehmen wir mal das Stück “Young Legends“, da laufen einem Schauer des Grauens über den Rücken. Ist das die neue Single von BRITNEY SPEARS oder ist es ein Comeback-Song der SPICE GIRLS. Billiger Plastik Pop, denn man von SLEIGH BELLS niemals erwartet hätte.Oder das Schlusslied „Love Sick“, das die gleiche Schiene fährt. Was mal eine mutige Kapelle war, mutiert hier zu einer Combo, die sich dem Kommerz hingibt.

Es ist wichtig, wenn Bands sich weiterentwickeln, aber dann doch bitte in die richtige Richtung. Hier ist wirklich alles schief gelaufen, was schief laufen kann. Das Songwriting ist uninspiriert, die Produktion aalglatt. Kurzum, man hört eine Band, die hofft, mit dieser Veränderung die Charts zu erobern. Und SLEIGH BELLS nehmen es sogar in Kauf, dass die Originalität, die sie mal besaßen, flöten geht. Sorry, diese Platte ist ein Schuss in den Ofen und man kan nur hoffen, dass es ein einmaliger Ausrutscher war und der Zweier schnell wieder zu alter Stärke zurückfindet.

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