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SLIPKNOT - Vol. 3: (The Subliminal Verses)

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Artist SLIPKNOT
Title Vol. 3: (The Subliminal Verses)
Homepage SLIPKNOT
Label ROADRUNNER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.3/10 (9 Bewertungen)

Bisher habe ich dem Treiben der Maskenmänner eher skeptisch zugeschaut: „Mumenschanz over Music“, was im puritanischen Amerika sicher als Erfolgsformel aufgeht. Natürlich war das nicht schlecht, was da bisher auf 2 Silberlinge gebannt wurde, aber auch recht schablonenhaft und manchmal nur sinnlos brutal. Da war die Vorabsingle „Duality“ schon eine große Überraschung, denn hier war tatsächlich ein dynamisches Songwriting zu vernehmen, praktisch eine Mischung aus MACHINE HEAD und SPINESHANK, ich meine besonders eine Ähnlichkeit zu deren „Beginning of the End“ festzustellen. Und nun also das komplette Album, erdig in Szene gesetzt von Produzentenlegende Rick Rubin, was man dem Silberling auch in jeder Sekunde anhört.

Und das Zauberwort lautet „Abwechslung“ – Was die 9 Nummerierten hier über die gesamte Laufzeit vom Stapel lassen, ist eine Lehrstunde in Sachen moderner Metal. Eine Lehrstunde, die nicht zurückschreckt vor Gefühlen, vor kleinen, leisen Parts, welche erst die immense Dynamik der Scheibe ermöglichen. Zwar wird schon nach an einigen Stellen „gebolzt“, aber immer songdienlich und integriert in komplexere Arrangements. Man hat sich offensichtlich von ein paar Kollegen inspirieren lassen und ein paar Trademarks übernommen, gemischt mit den eigenen Roots ergibt dies einen explosiven Cocktail. Da hätten wir SYSTEM OF A DOWN, die bei einigen vordergründig wirren/ abgehackten Riffs durchscheinen, wie etwa zu Beginn bei „Welcome“. Dann gibt es die klassischen MACHINE HEAD Brecher („Three Nil“) genauso wie leicht angerappte Vocals in Tateinheit mit aggressiv aufgetürmten Gitarrenwänden („Pulse of the Maggots“). Besonders inspirierend fand ich die „Military Drum“-Einlage bei „The Blister exists“, die ich eher aus ganz anderen Genres gewohnt bin. Hin und wieder wird es aber auch gefühlvoll akustisch, dazu packt dann Corey noch netten cleanen Gesang („Circle“).

Alles in allem ist etwas für jede Lebenslage dabei, ohne die Technik zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Man verfeinert nur hier und da mit ein paar Samples und lässt im wesentlichen die Gitarren sprechen. Lediglich die Bassdrums klingen in meinen Ohren etwas eigenartig, aber für eine „METALLICA-Diskussion“ reicht das noch lange nicht aus, man geht lieber mit den Jungs auf Tour, falls die Medien nicht wieder etwas dagegen haben… Absolut fett, zeitgemäß und überzeugend!

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