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SLOWMOTION APOCALYPSE - Obsidian

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SLOWMOTION APOCALYPSE
Title Obsidian
Homepage SLOWMOTION APOCALYPSE
Label SCARLET RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Tja, wer hier aufgrund des Bandnamens auf einen schleppenden Pfad der Zerstörung wartet, dürfte sich derbst überrascht fühlen, wenn die italienischen Thrasher ohne große Umschweife richtig los brettern.

Denn hier ist nix mit Zeitlupe, sondern 40 Minuten feinste Thrash-Keule angesagt. Schon alleine beim Opener „More Horror is to come“ werden vor allem THE HAUNTED-Fans ihre Schädel nicht mehr aus der Rotation bekommen. Schwer treibende Riffs und Drums kombinieren sich mit amtlichen Mosh-Grooves und einer satten Ladung Melodie. Dazu sorgen die eingestreuten Nackenbrecher-Break Downs für den nötigen Kick. Dabei schaffen es SLOWMOTION APOCALYPSE erfreulicherweise, diese Mischung in jedem Song unterzubringen und damit nicht dem Rezept „auf einen brachialen Song folgt ein melodischer zu verfallen“. Dabei machen die Italiener keinen Hehl daraus, dass man sich bei „Obsidian“ deutlich in der schwedischen Küche bedient hat, doch wenn dabei solche fette Granaten wie „Fuel form Hatred“ oder das mächtig walzende „Portrait of a Lie“ entstehen – immer wieder gerne! Bei solch einer starken Performance sind namhafte Gast-Auftritte ja eigentlich nicht von Nöten. Dennoch haben es sich Claudio Ravinale (DISHARMONI MUNDI), sowie der ehem. EXTREMA-Shouter Gianluca Perotti nicht nehmen lassen und brüllen ab und an mächtig mit ins Mikro. Die Krönung einer jeden Thrash-Scheibe ist es aber natürlich, wenn sich Tompa Lindberg (AT THE GATES) anbietet und dann zusammen mit der Band einen klassischen Götter-Thrasher der Marke „The Blessing“ scheinbar nebenbei aus dem Ärmel schüttelt. Bei Ertönen dieser Stimme ist Gänsehaut garantiert! Nur die eher wenig zündende Cover-Version von IRON MAIDENs „Be quick or be dead“ hätte man sich ruhigen Gewissens sparen können.

Da bleibt mir nur den Fans, welche mit der Entwicklung der letzten THE HAUNTED-Scheibe nicht viel anfangen können und wollen, sowie eigentlich allen Anhängern fetter Schweden-lastiger Thrash-Mucke diese Scheibe nur wärmstens zu empfehlen. Ach was, „Obsidian“ ist eigentlich kaufpflichtig!

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