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SMILE AND BURN - Morgen anders

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Artist SMILE AND BURN
Title Morgen anders
Homepage SMILE AND BURN
Label OMN LABEL SERVICES
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Seit 2008 gibt es die Berliner Punk-Combo SMILE AND BURN und „Morgen anders“ ist ihr fünfter Studio-Silberling. Klingt nach Routine, ist es jedoch ganz und gar nicht, denn aus dem Fünfer ist nach dem Ausstieg von Bassmann Christoph Brauer und Gitarrist Sasche Nicke ein Trio geworden, das aus den verbliebenen Gründungsmitgliedern Philipp Müller (Gesang & Gitarre), Sören Frey (Gitarre & Gesang) und Drummer Fabian „Wolli“ Wollert besteht. Außerdem hat der Dreier seinen kleinen Neustart mit dem Wechsel zur Muttersprache verbunden: „Morgen anders“ ist die erste SMILE-AND-BURN-Platte auf Deutsch.

Keine Angst, auch zu dritt und abseits des englischen Idioms bleiben SMILE AND BURN SMILE AND BURN! Gleich mit dem Opener „Zubetoniert“ gehen die Hauptstädter rotzig in die Vollen und die Selbstoptimierungs-Nummer „Zünde mich an“ übernimmt mit straightem Drive, ehe „Nicht da“ einen Gang zurückschaltet und die melancholische Seite der Punkrocker zum Vorschein bringt. Dass Scheitern auch eine Form von Stärke sein, bringt das Trio mit dem reduzierten „Mit allem falsch“ zu Gehör, bevor „Leben lang“ ein bisschen braucht, um in Wallung zu kommen und sich der Titeltrack „Morgen anders“ als Hymne des Nicht-Perfekten empfiehlt. Nachdenklich übernimmt „Kalendersprüche“, während „Die schönsten Bilder“ auf Minimalismus setzt, der dank „Weinschorle“ von krachendem Midtempo abgeklatscht wird. „Fühlt sich das nach Ende an“ fragen SMILE AND BURN auf der Zielgeraden. Für sich selbst werden die Jungs dies mit einem eindeutigen ‚Nein‘ beantwortet haben, zumindest assoziiere ich das mit der Textzeile „Der Letzte, der steht, bin ich“.

Wurden SMILE AND BURN bislang gern als die nächsten BEATSTEAKS gehandelt, darf mit dem Schwenk auf die deutsche Sprache natürlich der Vergleich mit den DONOTS nicht fehlen. Nicht nur, weil „Morgen Anders“ im Heavy Kranich Studio der DONOTS in Münster aufgenommen wurde und auch nicht nur, weil die DONOTS-Members Guido Knollmann und Jan-Dirk Poggemann als Gastchöre auf dem Longplayer zu hören sind und zudem auch am Album mitgearbeitet haben. BEATSTEAKS- und DONOTS-Fans werden mit Sicherheit auch SMILE AND BURN und „Morgen anders“ ins Herz schließen und damit die vielleicht schwermütigste Punkkapelle der Republik.

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