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SNOOP DOGG - Bush

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Artist SNOOP DOGG
Title Bush
Homepage SNOOP DOGG
Label SONY
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Jetzt mal ganz ehrlich: Wer hat eigentlich das Artwork zur neuen SNOOP-DOGG-Platte „Bush” verbrochen? Dieser blaue Köter zwischen Formschnitt-Gehölzen vom Cover ist ja schon nicht schön, aber wenn man den Pappschuber dann zur Seite legt, hält man eine schlicht blaue Plastikhülle in Händen, deren Farbton jeder Beschreibung spottet (vgl. die Coloration des Hundes). Da ist die Papp-Rückseite mitsamt Gummibaum, dessen Blätter in Hanf-Optik getrimmt werden, direkt eine Offenbarung, aber wie heißt es so schön: Die inneren Werte zählen!

Eigentlich hatte Rap-Legende SNOOP DOGG 2012 ja bekannt gegeben, ab sofort SNOOP LION zu heißen und Reggae zu machen. Ein entsprechendes Album erschien mit „Reincarnated“ 2013, im gleichen Jahr veröffentlichte Mr. Calvin Cordozar Broadus, Jr. unter dem Pseudonym SNOOPZILLA zudem eine Funk-Platte. Jetzt war der 43-jährige mit Grammy-Preisträger und Superstar PHARELL WILLIAMS, der die Produktion von „Bush“ übernommen hat, im Studio. Zu hören gibt es in der Folge Musik, die technisch schon mal über jeden Makel erhaben ist und stilistisch einen Mix aus retro-futuristischem Funk und den Feel-Good-Vibes des R’n’B und Pop serviert. Vorab konnte man sich davon bereits dank der Single „Peaches N Cream“ ein Bild machen. Außerdem ist bei dieser Nummer CHARLIE WILSON (bekannt als Leadsänger der Funk- und Soulgruppe GAP BAND) zu hören. Es war nicht die erste Kollaboration der beiden, die u.a. 1996 den Hit „Snoop’s Upside Ya Head“ zusammen aufgenommen hatten. Weitere Gäste: STEVIE WONDER beim groovenden Opener „California Roll“, T.I., der das rhythmusbetonte „Edibles“ mit seinem Rap-Gesang veredelt, GWEN STEFANI, die dem funkigen „Run Away“ weibliche Vocals beschert sowie KENDRICK LAMAR und RICK ROSS, die beim smoothen Finalisten „I’m Ya Dogg“ am Mikro agieren.

Der Plan von SNOOP DOGG und PHARELL WILLIAMS war, den fehlenden Vibe in der heutigen Musik mit Songs wiederherzustellen, die einer „besseren Vergangenheit und einer idealen Zukunft“ gewidmet sind. Vor Jahren haben die beiden schon sehr erfolgreich gemeinsame Sache gemacht. Klassiker wie „Beautiful“ (2003) und „Drop It Like It’s Hot“ (2004) sind bei diesen Gelegenheiten entstanden. Beide Herren zählen zu den ganz Großen im Hip-Hop-Geschäft und es würde mich wundern, wenn „Bush“ der SNOOP-DOGG-Verkaufsstatistik von bisher weltweit mehr als 35 Millionen Tonträgern nicht noch eine erkleckliche Anzahl hinzufügt. Immerhin sagt Pharell über ihr kollektives Baby: „Snoops Album ist besser als meins“.

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