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SOARING - Analog Distress

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Artist SOARING
Title Analog Distress
Homepage SOARING
Label SONIC REVOLUTION
Leserbewertung
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7.3/10 (4 Bewertungen)

SOARING kommen aus Hannover und machen Musik, die in den verschiedensten Alternative-Rock-Richtungen zu Hause ist. Deshalb sollte man sich auch alle 13 Songs des Debütalbums „Analog Distress“ zu Gemüte führen, da nur ein paar Akkorde eines Liedes nicht reichen, um die SOARING-Vielfalt zwischen Pop, Rock und Gothic zu erahnen.

Was rockig-knackig mit „Start again“ beginnt, wird mit dem folgenden „Reach Out“ fast schon düster aggressiv, um von der Piano-Ballade „What’s Going Wrong“ abgelöst zu werden. Das Stück entwickelt sich langsam zu einer progressiven Gitarrennummer mit unterschiedlichen Tempi, bevor „The Only Ones“ wieder zu ruhigeren Langaxt-Klängen zurückkehrt. Dafür zeigen sich die Sechssaiter bei „Grow Apart“ und „Lose Again“ von ihrer harten Seite, die SOARING bei „Live Is Killing Me“ nicht mehr ganz so heftig, aber immer noch krachend ins Feld führen. Geradezu poppig mutet dagegen die zweite Piano-Einlage „Destiny“ an, der sich ein echter Schmachter anschließt: „Too Late“ heißt der Akustiktrack, bei dem Sänger, Gitarrist und Bassist Stephan Kohser am Mikro Unterstützung von Gitarristin, Bassistin und Keyboarderin Maren Kuckuck erhält. Weil’s so schön melancholisch war, gibt es mit „Shades Over You“ gleich noch einen Song gleichen Schlages, allerdings diesmal mit donnerndem Gitarrengejaule im Refrain, das sich auch bei „The Tide Has Turned“ wiederfindet. Mit verqueren Prog-Rock-Sounds macht „Night Fades“ weiter, dann beschließt „The Perfect Word“ den Reigen mit einem letzten Ausflug in wehmütige Gefilde. Natürlich ist für den gefühlvollen Ausklang wieder das E-Piano mit von der Partie, das neben der Rhythmusfraktion – bestehend aus Steffen Scholz (Drums) und Steffen Schulze (Gitarre & Bass) – auch wieder viel Platz für akustische Saiteninstrumente lässt.

SOARING beschreiben ihre Musik selbst als eine Mischung aus PORCUPINE TREE, NEW MODEL ARMY und einer Gothic Rockband zwischen MARILYN MANSON und den neueren PARADISE LOST. Ein bisschen was von allen ist sicher bei den Niedersachsen zu finden, nur ist es manchmal schwierig, bei der stilistischen Vielfalt den roten Faden nicht zu verlieren. Außerdem würde ich mir bei Stephans Stimme ein wenig mehr Abwechslung wünschen, die wirkt im Gegensatz zum Sound nämlich manches Mal etwas statisch.

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